Bauprojekt kostet rund 2,2 Millionen Euro

Straße wieder frei: Neuer Kreisel in Frankenberg nach einem Jahr fertig

Einige Tage vor der Eröffnung hat der Frankenberger Fotograf Peter Beckmann den neuen Kreisel in der Bottendorfer Straße mit einer Drohne fotografiert.

Frankenberg. Die Bottendorfer Straße in Frankenberg ist seit Montagmorgen wieder befahrbar. Damit schließt die Stadt nach einem Jahr das 2,2 Millionen Euro teure Bauprojekt ab.

Um 9 Uhr am Montagmorgen sollte die Bottendorfer Straße mit dem neuen Kreisverkehr eigentlich eröffnet werden. Es dauerte dann doch noch etwa zwei Stunden länger, bis der Verkehr wieder rollen konnte, weil erst noch die weißen Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden sollten, so lange die Straße gesperrt war. 

Und auch wenn die Freigabe ursprünglich für Juli geplant war, betonten alle Beteiligten, dass insgesamt „alles ohne Zeitverzögerung“ geklappt habe, wie Bürgermeister Rüdiger Heß es formulierte.

Der Zeitplan

Für Heß ist die Bottendorfer Straße ein Beispiel, „wie schnell Verwaltung arbeiten kann“, sagte er bei der Eröffnung und blickte auf den Zeitplan:

Die Umgestaltung

Aus dem Einmündungsbereich der Hainstraße in die abknickende Bottendorfer Straße ist ein Kreisverkehr geworden. „Das ist das richtige Mittel im innerstädtischen Bereich“, sagte Bürgermeister Heß und verwies auf die Reduzierung von Konfliktpunkten. „Zügig, staufrei und sicher“, fasste Planer Yves Vogt von der Oppermann GmbH in Vellmar die Vorzüge eines Kreisels zusammen.

Und der Diplom-Ingenieur betonte, dass bei moderner Verkehrsplanung alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt seien. Deshalb sei hier auch an Radfahrer und Fußgänger gedacht worden – etwa mit Querungshilfen über die Verkehrsinseln. Die Bushaltestelle am Jugendhaus wurde barrierefrei, in der Bottendorfer Straße wurde die Zahl der Parkplätze von 7 auf 15 erhöht.

Rund um die Bottendorfer Straße seien Flächen entsiegelt worden, betonte Heß. Die Bepflanzung – auch die des Kreisels – werde noch folgen, wenn die Jahreszeit es zulasse.

Die Kosten

Laut Stadtverwaltung hat der Straßenbau 2,2 Millionen Euro gekostet. Nach Abzug von 1,2 Millionen Euro Verkehrsinfrastruktur-Förderung und 300.000 Euro Städtebau-Förderung bleibt ein Eigenanteil für die Stadt von 700.000 Euro (rund 32 Prozent).

An dem Gemeinschaftsprojekt waren auch die Energie-Gesellschaft Frankenberg, das Abwasserwerk und die Energie Waldeck-Frankenberg beteiligt. Für Abwasser, Strom, Wasser und Gas kamen weitere Baukosten von rund 463.000 Euro zusammen. Auch die Anschlüsse für das neue DRK-Seniorenzentrum im Teichgelände, das über den vierten Arm des Kreisels erreichbar sein wird, wurden gelegt, sagte EGF-Geschäftsführer Karl-Heinz Schleiter.

Bürgermeister Heß dankte Anwohnern und Kaufleuten für die Geduld und der Baufirma Pieper aus Korbach für die Arbeit. Für ihn sei der neue Kreisverkehr „ein städtebauliches Highlight in Frankenberg“.

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