Entscheidung der Frankenberger Stadtverordneten

Parlament gegen Sperrstunde - Resolution ist aber nicht bindend

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Sperrstunde: Auch bei Discoabenden kann in Frankenberg nur noch bis drei Uhr gefeiert werden – es sei denn, die Veranstalter erhalten eine Ausnahmegenehmigung. Unser Foto stammt vom Discoabend in Battenberg Anfang April, bei dem ebenfalls die Sperrstunde galt.

Frankenberg. Die Frankenberger Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am Donnerstagabend in der Ederberglandhalle eine Resolution gegen die in Frankenberg vieldiskutierte Sperrstunde verabschiedet.

Mit großer Mehrheit stimmten die Parlamentarier nahezu aller Fraktionen einem entsprechenden Resolutionsantrag der Frankenberger SPD zu - unter dem Beifall von 15 jungen Besuchern auf den Zuschauerrängen.

Zu Beginn der Sitzung hatte Parlamentschef Rainer Hesse darauf aufmerksam gemacht, dass das Parlament über eine Resolution nur beraten könne. Die Stadtverordneten seien nicht dafür zuständig, ob eine Sperrstunde eingeführt wird oder nicht: „Das ist das alleinige Recht der Ortspolizeibehörde. Der Bürgermeister hat das so beschlossen.“

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„Eine Verlängerung der Sperrstunde in Frankenberg von drei bis sechs Uhr ist nicht unbedingt sinnvoll. Wir verärgern damit die vielen Jugendlichen, die vernünftig mit Alkohol umgehen können“, begründete die sozialdemokratische Sprecherin Daniela Neuschäfer den Resolutionsantrag.

Der SPD-Fraktion sei an Aufklärung gelegen. „Wir wollen deshalb einen Tag der Prävention ausrichten“, daran sollen sich auch Stadt, Eltern, Vereine und Institutionen beteiligen.

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Quelle: HNA

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