Im Interview: Der Sommer entschuldigt sich...

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Entschuldigung angenommen: Der Sommer (links) entschuldigt sich stellvertretend bei Renato Neves vom Eiscafé Martini in der Frankenberger Fußgängerzone für die vielen sommer-unwürdigen Tage, die er den Eisdielen und allen anderen in diesem Jahr beschert hat.

Frankenberg. Heute hat der Sommer seinen letzten Auftritt für dieses Jahr. Wie schon mit dem Winter und dem Lenz blicken wir nun mit dem Sommer augenzwinkernd, aber kritisch auf seine Leistung in diesem Jahr zurück.

Sehr kritisch sogar, denn den Regen und die Gewitter von Juni und Juli haben wir nicht vergessen.

Herr Sommer, Ihr Vorgänger, der Lenz, hatte Ihnen im Juni in der HNA folgenden Tipp gegeben: „Bitte richtig viel Hitze und Sonnenschein verbreiten.“ Das war doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen, oder?

Sommer: Der Lenz hat gut reden. Sie müssen verstehen: Auch ein Sommer hat es in Zeiten der Eurokrise nicht leicht. Ich hatte jedes Grad Wärme und jeden Strahl Sonne frühzeitig bestellt, aber mit der Lieferung hat das dieses Jahr erst relativ spät geklappt, dafür aber dann auch gut, wie ich finde.

Und wieso sind Sie dann mit Regen und Gewitter gestartet?

Sommer: Der kalte Winter hat in Feld und Flur viel Schaden angerichtet. Nicht wenige Landwirte mussten die Winteraussaat umbrechen und im Frühjahr neu ansäen. Ich dachte mir: Da kommt der Regen dann sehr gelegen. Die Ernteeinbußen hielten sich in Grenzen, wie ich hörte.

Ende Juni, Anfang Juli war von Sommer ja mal gar nichts zu sehen. Wo haben Sie sich versteckt?

Sommer: Ich war halt in meinem „Nebenjob“ als Agrarwissenschaftler viel unterwegs.

Haben Sie wenigstens mitbekommen, dass alle Sie gesucht haben? In der HNA haben wir ja sogar auf einer ganzen Seite nach Ihnen gefahndet.

Sommer: Ich bin das gar nicht so gewohnt, dass nach mir gesucht wird. Aber euren Fahndungsaufruf habe ich mir dann doch zu Herzen genommen und noch einmal kräftig eingeheizt.

Eisdielen, Freibäder, Straßencafés und eigentlich alle waren zwischenzeitlich ziemlich enttäuscht von Ihnen. Jetzt wäre eine gute Gelegenheit, sich bei diesen Menschen zu entschuldigen …

Sommer: Entschuldigung, liebe Eisverkäufer, Freibadbetreiber und Straßencafé-Inhaber, dass es dieses Jahr nicht so richtig mit dem Sommer funktioniert hat. Zum Ausgleich schlage ich vor, dass der Lenz dafür im nächsten Jahr wieder einen Hitze-April organisiert, um das wettzumachen.

In Battenberg hat Mitte Juli sogar das Hallenbad wieder aufgemacht. Das kann doch nicht in Ihrem Interesse gewesen sein, oder?

Sommer: Aber verstehen kann ich das schon: Im Freibad wäre es schließlich zu kalt gewesen. Da hätte man sich ja einen Schnupfen holen können.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine/HNA Waldeckische Allgemeine.

Quelle: HNA

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