Frankenberger Stadthaus

Standortfrage für neues Verwaltungsgebäude könnte sich schwierig gestalten

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Rohbau 1967: In nur wenigen Monaten wurde damals das neue Stadthaus zwischen den stadtbildprägenden Fachwerkbauten des Obermarktes hochgezogen. Am 28. Dezember 1967 wurde es eingeweiht.

Frankenberg. Die Bahnhofstraße in Frankenberg ist bereits ausgebaut. In diesem Jahr sollen der Bahnhof und das Bahnhofsgelände neu gestaltet werden, zudem steht die Sanierung der Fußgängerzone auf der Agenda der Stadt.

Bis zum Ende der Legislaturperiode 2016 wird Frankenberg wohl ein vollständig runderneuertes Gesicht bekommen haben.

Aktuelles Thema in Frankenberg ist aber der geplante Verkauf des Stadthauses an einen Investor und der Umzug der Verwaltung an einen anderen Standort. Der Hintergrund für die Überlegungen der Verwaltung: Das Stadthaus aus dem Jahr 1967 ist aus energetischer Sicht vollkommen ineffzient: Das Verwaltungsgebäude "schluckt" im wahrsten Sinne des Wortes jedes Jahr hunderttausende Euro an Energiekosten. Das ist auch dem Haushaltsplan der Stadt zu entnehmen.

Für eine Sanierung des Gebäudes am historischen Obermarkt, das in seinen knapp 50 Jahren schon eine wechselvolle Geschichte erlebt hat, wären die Kosten nach Ansicht von Bürgermeister Rüdiger Heß viel zu hoch. Durch einen Neubau und die Einsparung von Energiekosten könnte vielmehr ein wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung des Haushalts geleistet werden.

Der Plan, das Stadthaus zu verkaufen und an anderer Stelle neu zu errichten, erscheint somit hoch effektiv. Viele Fliegen könnten mit einer Klappe geschlagen werden.

„Das Projekt kann großen Charme haben“, sagen bereits viele Frankenberger. Problematisch könnte sich allerdings die Standortfrage erweisen: Am Weißen Geländer im Kreuzungsbereich Bottendorfer Straße/Hainstraße will der DRK-Kreisverband schon seit Jahren ein neues Seniorenzentrum der „vierten Generation“ mit Wohngruppen und Wohngemeinschaften bauen.

Am Standort Landratsamt im Bereich Jahnstraße/Uferstraße stehen viele Garagen mit vielen Eigentümern im Wege. Ein Ankauf dieser Fläche könnte Jahre dauern und dadurch für den Standort einer neuen Stadtverwaltung vollkommen uninteressant werden. (mjx)

Quelle: HNA

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