Nach Spilotheken-Überfall

Süchtiger zu vier Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt

Frankenberg/Marburg. Wegen eines bewaffneten Raubüberfalls auf eine Spielhalle ist ein 35-Jähriger aus dem Frankenberger Land vom Marburger Landgericht zu vier Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Die Kammer ordnete zudem die Unterbringung des Drogensüchtigen in eine Entziehungsanstalt an.

Der Angeklagte hat die Tat gestanden. Demnach hat er am 19. Januar dieses Jahres eine Spielothek in Frankenberg überfallen, um an Geld für Drogen zu kommen. Er bedrohte die Mitarbeiterin mit einem so genannten Survival-Messer und erbeutete 300 bis 400 Euro.

Über seinen Anwalt ließ der Mann erklären, er habe damals keine Drogen mehr und nur noch zwei bis drei Euro in der Tasche gehabt. Er sei dann in die Spielhalle gegangen „in der Hoffnung, das Geld zu vermehren“, das habe naturgemäß nicht funktioniert.

Sie kenne den Angeklagten vom Sehen, sagte die Spielhallenaufsicht als Zeugin. Kunde sei er nicht gewesen, weshalb sie sich über sein Erscheinen gewundert habe. Er sei in aggressiver Stimmung gewesen und habe mehrfach gegen den Geldspielautomaten geschlagen, bevor er nach kurzer Zeit wieder gegangen sei.

Er habe schwere Entzugserscheinungen gehabt, der ganze Körper habe geschmerzt, berichtete der Angeklagte. Gegen 21 Uhr sei er erneut in die Spielhalle gegangen. Getarnt habe er sich mit seiner Mütze, in die er zuvor Sehschlitze geschnitten habe.

Sie habe ihn trotzdem sofort erkannt, sagte die Zeugin. Er sei hereingestürmt, habe sie sofort mit dem Messer bedroht, woraufhin sie die Kasse geöffnet habe. Deren Inhalt habe er entnommen und „mehr Geld“ gefordert. Als sie ihm bedeutet habe, dass sie an die Münzen in den Automaten nicht herankomme, sei er geflohen.

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Quelle: HNA

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