Rotary-Club wird 40

In Frankenberg und in der Welt helfen

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Frankenberg - Für die Rotarier aus dem Frankenberger Land schließt sich in diesem Jahr ein Kreis. 1972 wurde ihr Club aus der Taufe gehoben, 40 Jahre später helfen sie dem Rotary-Club Wetter bei der Gründung.

Rotary International ist die älteste Serviceorganisation der Welt. Und von den drei Frankenberger Serviceclubs kann der Rotary-Club ebenfalls auf die längste Geschichte zurückblicken. Vor 40 Jahren, am 18. Februar 1972, wurde der Club vom RC Marburg gegründet. Am 10. April 1972 nahm Hans Grebe die Charterurkunde entgegen, 1. Vizepräsident war Hans Viessmann. Beide waren zuvor bereits Rotarier in anderen Clubs und „somit als Erfahrene lange Zeit die Initiatoren und Triebfedern unseres Clubs“, blickt Hans-Jürgen Otto zurück. Er ist im Club für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

24 Gründungsmitglieder

Insgesamt 24 Männer aus dem Raum Frankenberg, Bottendorf, Battenberg und Winterberg waren die Mitglieder der ersten Stunde. Mittlerweile sind es 50 Mitglieder - ausschließlich Männer; wobei immer häufiger auch Frauen in Clubs aufgenommen werden, vor allem in neu gegründete. „Die Einbeziehung der Familien in das Clubleben und die Clubarbeit ist uns besonders wichtig“, stellt Otto klar. „Er gibt Meetings, zu denen die Damen besonders eingeladen werden, prinzipiell ist deren interessierte Teilnahme immer willkommen.“ Mit gemeinsamen Veranstaltungen wie Familienwanderungen und kleinen Festivitäten werden „die Freundschaft und der Zusammenhalt der rotarischen Familie“ darüber hinaus gefördert.

Guido Seidel steht aktuell dem RC Frankenberg vor, die Präsidentschaft wechselt jährlich zum Juli. Wöchentlich kommen die Rotarier im Hotel „Die Sonne Frankenberg“ zusammen. Bis 1985 fanden die Treffen im Viessmann-Gästehaus in Battenberg statt, später auch in der Rats-Schänke in Frankenberg und im Hotel Rhode in Battenberg.

Etwa anderthalb Stunden dauern die Zusammenkünfte. Fester Bestandteil ist ein 20-minütiger Kurzvortrag mit anschließender Diskussion. Es referieren entweder Clubmitglieder oder Gastreferenten über alle Bereiche des Lebens, Natur, Gesellschaft, Geschichte, Wissenschaften und Kultur.

Spenden und Initiativen

Besprochen werden bei den Zusammenkünften auch Projekte, die unterstützt werden oder unterstützt werden sollen. „Als Dienende wollen wir etwas für andere tun. Die Freiwilligkeit und die innere Überzeugung für unser Engagement zeichnen den echten Rotarier aus.“

Mit einem festen Betrag unterstützt der Frankenberger Rotary-Club jährlich übergeordnete Rotary-Organisationen, wählt jedoch auch gezielt Projekte in der Welt, in Deutschland oder ganz lokal in der Region aus. Die Liste der in den vergangenen 40 Jahren geförderten Aktionen ist lang und reicht von einer Spende für den Wiederaufbau der Kirche in Willersdorf über die Restauration der Kirchenfenster der Hainaer Klosterkirche bis zur Unterstützung des Altenheims Auf der Burg bei der Realisierung des „Sinnesgartens“. Mehrfach wur-de im Einzugsbereich des Clubs in Not geratenenen Menschen mit Geld- oder Sachspenden geholfen. Verschiedene Initiativen hat der Rotary-Club ins Leben gerufen oder beteiligt sich an Veranstaltungen:

- das Oster-Benefizkonzert, dessen Einnahmen in diesem Jahr zugunsten der Restauration der farbigen Kirchenfenster der Liebfrauenkirche gespendet wurden;

- die Organisation einer Fahrt für die Bewohner des Altenheimes „Auf der Burg“. Die Rotarier holen ihre Gäste mit Autos ab, unternehmen einen kleinen Ausflug in die Umgebung mit anschließendem Kaffeetrinken und Unterhaltungsprogramm;

- die „Schülerhilfe“ im Altenheim Auf der Burg. Burgwaldschüler helfen jeweils ein Jahr lang mehrere Stunden wöchentlich bei der allgemeinen und individuellen Betreuung der Bewohner. Dafür erhalten sie vom Rotary-Club eine kleine finanzielle Anerkennung. „Einige dieser Freiwilligen haben später den Altenpflegeberuf oder Ähnliches erlernt“, berichtet Otto. „In diesem Jahr wird einer der jungen Männer im Altenheim fest eingestellt“;

- die Teilnahme am Lebenshilfebasar mit Verkauf von Weihnachtsartikeln, Plätzchen und gebrannten Mandeln, die von den Partnerinnen der Rotarier hergestellt werden;

- das Binden von Adventskränzen und weihnachtlichem Schmuck durch die Damen der Rotarier mit Verkauf in der Fußgängerzone am Wochenende vor dem ersten Advent;

- regelmäßig nehmen Rotarier auch ausländische Austauschschüler auf oder unterstützen Jugendliche aus der Region, die für sechs Wochen oder ein Jahr ins Ausland gehen: etwa nach Brasilien, Mexiko oder Ecuador.

Gründung des RC Wetter

Das 40-jährige Bestehen des Frankenberger Clubs wurde im Rahmen eines „Intercitymeetings“ im Hotel „Die Sonne Frankenberg“ gefeiert. Höhepunkte waren unter anderem die Verleihung der Insignien eines Paul-Harris-Fellows mit dem 1. Saphir an die besonders verdienten Clubmitglieder Karl-Heinz Truss und Heinrich Maurer.

Maurer kommt in diesem Jahr ohnehin eine besondere Aufgabe zu. Er ist Gründungsbeauftragter des Distrikts und hilft mit Klaus Waskowiak, dem Pastpräsidenten Klaus Cronau und dem aktuellen Präsidenten Guido Seidel bei der Gründung des RC Wetter in Hessen.

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