In Frankenberg wurde eine neue Pfadfindergruppe gegründet

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Neue Pfadfindergruppe: Im katholischen Gemeindehaus in der Frankenberger Parkstraße fand am Mittwoch die offizielle Gründung statt. Foto:  Battefeld

Frankenberg. Sie wollen Gemeinschaft erleben, engagieren sich gegen Armut in der Welt und setzten sich für Gleichberechtigung der Geschlechter ein: Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) hat bundesweit rund 95 000 Mitglieder – jetzt gibt es auch eine Gruppe in Frankenberg, die am Mittwoch offiziell als „Siedlung Sankt Georg“ anerkannt wurde.

„Anfangs werden die Gruppen Siedlungen genannt. Nach zwei Jahren kann man dann ein Stamm werden“, erklärte Jean-Marie Wenigenrath, auf dessen Initiative die Frankenberger Gruppe ins Leben gerufen wurde. Der katholische Gemeindeassistent will den Jugendlichen vor allem eine Alternative zu Computer und Playstation bieten.

„Die Idee kam mir im vergangenen Jahr, als ich die Jugendlichen gefragt habe, was sie denn alles so in den Schulferien gemacht hätten“, erläuterte der Leiter.

„Wir sind eine Gruppe von zehn Jugendlichen zwischen zehn und 15 Jahren. Im Mai kommen dann noch die Erstkommunionkinder dazu“, sagte er gegenüber der HNA. Im Vordergrund stehe vor allem das Erleben von Gemeinschaft und Abenteuer. „Die Jugendlichen sollen einfach mal raus kommen.“

Unterstützt wird die Frankenberger Gruppe von ihrem „Patenstamm“ aus Marburg, dessen Leiter Richard Brohl ebenso zur offiziellen Siedlungsgründung angereist war, wie auch der Vorsitzende der Diözesanleitung Thomas Jensch sowie eine befreundete Pfadfindergruppe aus Wolfhagen.

Als Ehrengäste begrüßte der Gemeindeassistent außerdem den gebürtigen Amerikaner Erik Eriksen, der vor 50 Jahren eine Pfadfindergruppe in Burgwald geleitet hatte, sowie Gemeinderatsmitglied Winfried Deichsel. Der ehemalige Direktor der Edertalschule ist ebenfalls langjähriger Pfadfinder und hatte sogar noch seinen damaligen Leiter-Ausweis dabei. Deichsel hatte Erik Eriksen damals während des Studiums in Marburg kennengelernt.

„Deichsel hat sich bereit erklärt, mir bei meiner Arbeit als Gruppenleiter zu helfen“, sagte Jean-Marie Wenigenrath und überreichte Deichsel aus diesem Anlass ein Pfadfinderhalstuch. Der Besuch von Erik Eriksen sei für ihn eine große Ehre, betonte der Gemeindeassistent. Als er davon gehört habe, dass Eriksen Anfang der 60er-Jahre eine Pfadfindergruppe in Burgwald gegründet habe, habe er gedacht: „Was damals war, kann man heute mal wieder aufblühen lassen.“

Über die Neugründung freute sich auch der Leiter des Patenstamms Richard Brohl: „Wir finden es ganz toll, dass es endlich hier eine neue Gruppe gibt. Wir hatten 30 Jahre lang keine direkten Nachbarn“. Ähnlich äußerte sich Sophie Wagner, die mit einer Abordnung Wolfhager Pfadfinder angereist war.

Im kommenden Sommer planen die Frankenberger Pfadfinder bereits ein gemeinsames Zeltlager mit dem Patenstamm aus Marburg, kündigte Jean-Marie an. „Die helfen uns auch erstmal mit der Ausrüstung aus.“

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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