Sauerland-Krimi: Zweiter Teil kommt 2019

Frankenberger Hobby-Autor Wagner arbeitet an Fortsetzung seines Krimis

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So lässt es sich aushalten: Auch im Frankenberger Lokal „Geronimo“ arbeitet Autor Michael Wagner am zweiten Teil seines Sauerland-Krimis. Dahinter die Geronimo-Mitarbeiterinnen (von links) Lorina Seipp, Erika Adam und Martina Glab. Maskottchen „Cleo“ (links) ist immer dabei. 

Frankenberg. Nach dem Erfolg seines ersten Sauerland-Krimis arbeitet der in Frankenberg wohnende Hobby-Autor Michael Wagner an der Fortsetzung. Das Buch soll im Frühjahr 2019 erscheinen.

Etwa 150 Seiten für seinen neuen Kriminalroman hat Michael Wagner (50) schon geschrieben. Los geht es mit einem feucht-fröhlichen Klassentreffen für Frührentner Theo Kettling. Viele seiner ehemaligen Klassenkameraden reisen dazu in ihre alte Heimat Lüdenscheid. Doch die Abreise endet tragisch: Zwei Klassenkameraden verunglücken tödlich, ein dritter fährt sein Auto zu Schrott und wird schwer verletzt. Kettling, der im Krimi „Lünsch-Mord“ einen Serienkiller suchte, kommt zu dem Schluss: Das kann kein Zufall sein!

Zusammen mit der pensionierten Schulleiterin Lieselotte Larisch und seinem heimlichen Schwarm Sabine, die seine Tochter sein könnte, beginnt eine „wilde Mörderjagd quer durch das Sauerland“. Mehr will Autor Michael Wagner noch nicht verraten – außer der Tatsache, dass die Sache am Ende „eine sehr überraschende Wende“ nimmt.

„Jetzt, in den Betriebsferien, habe ich ganz viel geschrieben“, berichtet Wagner, der hauptberuflich in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Allendorfer Heiz- und Kältetechnik-Spezialisten Viessmann tätig ist.

Der mit dem Verlag Bastei Lübbe abgestimmte Zeitplan sieht diesen Sommer als Abgabetermin für das Manuskript des neuen Krimis vor. Vorgestellt werden soll das Buch dann im Frühjahr 2019. Der Titel steht schon fest – ist aber noch geheim.

Wagners Debüt-Roman „Lünsch-Mord“ ist unterdessen in die dritte Auflage gegangen. 8000 Exemplare wurden bisher gedruckt. „Die Verlagserwartung von 5000 Stück wurde damit deutlich übertroffen“, so Wagner.

Der Erfolg hatte allerdings seinen Preis. „Klinken putzen“ war angesagt. „Ich habe so ziemlich jede Buchhandlung im Sauerland besucht“, berichtet Wagner.

Bei 15 Lesungen hat er sein Buch bisher öffentlich vorgestellt, darunter waren drei im Frankenberger Land: Zwei bei der Buchhandlung Jakobi und eine im Dorfmuseum Birkenbringhausen. Eine weitere Lesung ist für den 29. Januar bei den Landfrauen in Löhlbach geplant.

„Das Interesse ist hier im Raum Frankenberg viel, viel größer als in Lüdenscheid, wo der Krimi spielt“, wundert sich Wagner.

Besonders dankbar ist er Buchhändlerin Inge Jakobi, mit der er im August 2017 eine Leserreise zu den Orten der Handlung organisiert hatte.

Das Presse-Echo sei „überschaubar“ gewesen, sagt Michael Wagner. Die Schweriner Volkszeitung nannte das Buch Lünsch-Mord „eine amüsante Zeitreise in die Vor-Handy-Ära mit interessanten Charakteren“.

„Meine Zielgruppe ist nicht die von Sebastian Fitzek“, stellt Wagner klar. „Ich möchte mich nicht verbiegen. Und so was Blutiges möchte ich auch nicht schreiben.“

„Finanziell lohnt sich das überhaupt nicht“, sagt Wagner. Er bindet seine Leser auch über Facebook in sein Leben ein und hat dort knapp 2500 „Likes“. Via Facebook berichtet Wagner oft und gern über Alltägliches – zum Beispiel seine Reisen. Maskottchen „Cleo“ ist immer mit dabei.

Glücklich ist Michael Wagner, wenn er – umschwärmt von jungen Damen – am Tresen seines Frankenberger Stammlokales „Geronimo“ wieder ein paar Zeilen für den neuen Roman in seinen Laptop tickert. Oder wenn ihm Ostfrieslandkrimi-Erfolgsautor Klaus-Peter Wolf via Facebook einen hoch gereckten Daumen schenkt. 

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