Frankenberger Bahnhofsvorplatz eingeweiht

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So sieht er aus: Der neu gestaltete Frankenberger Bahnhofsvorplatz am Donnerstagnachmittag bei der Eröffnung.

Frankenberg. Mit einer Feierstunde wurde das für 4,1 Millionen Euro neu gestaltete Umfeld des Frankenberger Bahnhofs eingeweiht.

Wer künftig mit Bus oder Bahn nach Frankenberg kommt, für den ist das neue Bahnhofsumfeld die erste Visitenkarte der Illerstadt. Was in einem Jahr Bauzeit für rund 4,1 Millionen Euro geschaffen wurde, kann sich wahrlich sehen lassen. „Ich bin überzeugt: Der Bahnhof wird mit Preisen dekoriert“, sagte Wolfgang Rausch, Geschäftsführer des Nordhessischen Verkehrsverbundes.

Ins Auge fallen der repräsentative Treppenabgang und die Rampen des neuen Omnibusparkplatzes mit gläsernen Wartehäuschen. Der früher „wild“ zugeparkte Vorplatz wurde mit einem Brunnen sowie zahlreichen Bänken und Bäumen völlig neu gestaltet.

Von einer „großen, gemeinsamen Leistung“ sprach Bürgermeister Rüdiger Heß. „Mensch, ist das ein schönes Fleckchen Erde geworden!“, rief Heß den etwa 250 Gästen bei der Einweihungsfeier am Donnerstagnachmittag zu.

Aus einem städtebaulichen Ideenwettbewerb zur Gestaltung war die Planungsgemeinschaft Oppermann/PLF als Siegerin hervor gegangen. Im Frühjahr 2014 begannen Grundstücksverhandlungen mit der Immobilien-Gesellschaft der Bahn. Dankbar sei die Stadt insbesondere der Evangelischen Freikirchlichen Gemeinde, die der Stadt ihr Grundstück geschenkt habe, sowie der Kreishandwerkerschaft, die einen Teil ihres Grundstückes verkaufte, um die neue Einfahrt zur Park-and-Ride-Anlage zu ermöglichen, sagte Heß.

Das neue Bahnhofsumfeld verfügt über 80 Park-and-Ride-Parkplätze für Menschen, die mit dem Zug in Richtung Frankfurt oder Dortmund fahren wollen. Darüber hinaus gibt es 30 Kurzzeit-Parkplätze und 32 Abstellplätze für Fahrräder. Ladestationen für Elektrofahrzeuge und E-Bikes sind vorgesehen. Das Fahrgastsystem funktioniere leider noch nicht, räumte Heß ein.

Der Dank des Bürgermeisters galt allen am Bau Beteiligten - vor allem aber Bauamtsleiter Karsten Dittmar. Der Landesregierung, vertreten durch Wirtschafts-Staatssekretär Mathias Samson - dankte Heß für die mit 75 Prozent hohe Förderquote.

Ein klares Bekenntnis zum Öffentlichen Personennahverkehr und zur Reaktivierung der Bahnstrecke Frankenberg- Korbach lieferte Staatssekretär Mathias Samson. Über sieben Millionen Euro investiere das Land in dieses „Gesamtensemble“, sagte Samson. Jeder Euro sei gut investiert. Denn die Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet zum einen und das Ruhrgebiet zum anderen werte nicht nur Frankenberg, sondern die gesamte Region touristisch auf. „Wir wollen den Edersee und diese Region zu einem touristischen Ziel für ganz Deutschland machen“, sagte Samson.

Die Feierstunde wurde von Schülern der Regenbogenschule, der Burgwaldschule und der Edertalschule musikalisch umrahmt.

Richtig gefeiert werden soll das neuen Bahnhofsumfeld vom 11. bis 13. September, wenn die reaktivierte Bahnstrecke Korbach-Frankenberg eröffnet wird.

Quelle: HNA

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