Umzug im Oberen Edertal

Frankenberger Bank legt zwei Filialen zusammen

Im SB-Bereich der Allendorfer Filiale: Vorstandsmitglied Mario Seitz (links) und Geschäftsstellenleiter Detlef Kroh informierten über die Umzugs- und Umbaupläne der Frankenberger Bank.
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Im SB-Bereich der Allendorfer Filiale: Vorstandsmitglied Mario Seitz (links) und Geschäftsstellenleiter Detlef Kroh informierten über die Umzugs- und Umbaupläne der Frankenberger Bank.

Die Frankenberger Bank wird ihre Filiale in Battenberg schließen. Sie soll mit der Allendorfer Filiale am dortigen Standort in der Bahnhofstraße zusammengelegt werden. Darüber werden die Kunden derzeit mit einem Aushang in Battenberg informiert.

Allendorf/Battenberg – In einem Pressegespräch erläuterten Vorstandsmitglied Mario Seitz und Geschäftsstellenleiter Detlef Kroh die Hintergründe. Bereits 2019 hatten Vorstand und Aufsichtsrat der Frankenberger Bank über die Filialstruktur diskutiert, erinnerte Mario Seitz. Damals wurde beschlossen, fünf Standorte zu schließen. Auch die Zusammenlegung der Filialen Battenberg und Allendorf wurde damals schon angekündigt. „Da dürfte jetzt also niemand überrascht sein“, sagte Seitz.

Eigentlich war geplant gewesen, die beiden Filialen an einem neuen Standort im Einkaufszentrum in Battenfeld zusammenzulegen – in einem Neubau oder als Mieter in einer Firma oder einem Markt. „Aber nichts davon wäre mittelfristig vor 2024 umsetzbar und auch betriebswirtschaftlich sinnvoll gewesen“, erläuterte Seitz.

Die Frankenberger Bank wird ihre Filiale in der Marburger Straße in Battenberg bis Jahresende schließen. Die Mitarbeiter wechseln an den Standort in der Bahnhofstraße in Allendorf.

Die Zusammenlegung der beiden Standorte habe die gleichen Gründe wie die Filialschließungen vor zwei Jahren: Das Verhalten der Kunden habe sich verändert; sie kommen seltener in die Filiale und erledigen immer mehr Bankgeschäfte online. Dieser Trend sei durch die Corona-Pandemie verstärkt worden, berichtete Seitz. „Kartenzahlung boomt. An einzelnen Geldautomaten haben wir bis zu 50 Prozent weniger Abhebungen.“ Im Kundenservice-Center der Bank sei die Zahl der Anrufe im vergangenen Jahr auf mehr als 70.000 gestiegen.

Umzug und Umbau

Die Battenberger Filiale und die vier Mitarbeiter sollen noch in diesem Jahr nach Allendorf umziehen, kündigte Geschäftsstellenleiter Detlef Kroh an. In Allendorf hat die Bank fünf Mitarbeiter, ab Januar wird eine Kollegin aus Frankenberg hinzukommen.

Für die Zusammenlegung soll die Bank in Allendorf für rund 250.000 Euro umgebaut und modernisiert werden. Dadurch entstehen zusätzliche Büros für die Mitarbeiter aus Battenberg. Die beiden Filialen am Standort Battenberg zusammenzulegen, sei übrigens kein Thema gewesen, sagte Kroh. Dort fehle der Platz.

Die Filiale der Frankenberger Bank in der Bahnhofstraße in Allendorf-Eder.

Das Gebäude in der Marburger Straße in Battenberg bleibe trotzdem in Besitz der Bank. Dort werden die SB-Automaten für Bargeld und Kontoauszüge bleiben – ebenso ein Büro, das nach Terminvereinbarung für Beratungsgespräche mit den Kunden genutzt werden kann.

Über die Veränderungen in Battenberg informiert die Frankenberger Bank ihre Kunden derzeit per Aushang und durch Gespräche, berichtete Detlef Kroh. Auch Battenbergs Bürgermeister Christian Klein und Ortsvorsteher Felix Specht wüssten schon Bescheid „Die Kunden zeigen Verständnis“, sagte Kroh. Es sei wie bei den Filialschließungen vor zwei Jahren, berichtete Seitz: „Vom Bauch wollen die Kunden ihre Bank vor Ort behalten, vom Kopf können das aber alle nachvollziehen.“ Ihm sei wichtig, „dass die Menschen in Battenberg uneingeschränkt unsere Dienstleistungen über die verschiedenen Wege in Anspruch nehmen können“.

Frankenberger Bank

Die Frankenberger Bank ist im Jahr 2000 durch die Fusion von vier Raiffeisenbanken entstanden. Damals gab es noch 27 Filialen, heute sind es vier: Allendorf-Eder, Battenberg, Hatzfeld, Frankenau plus die Hauptstelle in der Jahnstraße in Frankenberg. Zum 1. Januar 2020 wurden die Filialen am Obermarkt sowie in Viermünden, Bottendorf, Bromskirchen, Geismar und Löhlbach geschlossen beziehungsweise in SB-Standorte umgewandelt. Die Genossenschaftsbank heute rund 12.500 Mitglieder und 33.000 Kunden. Den Vorstand bilden Ralf Schmitt, Mario Seitz und Stephan Wilke.

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