Sieglinde Peter-Möller

Frankenberger Burgwaldschule verabschiedet "Power-Frau"

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Zum Abschied rote Rosen vom Lehrerchor erhielt Sieglinde Peter-Möller (Mitte), stellvertretende Schulleiterin der Burgwaldschule. Im Kreis vieler Gäste und Wegbeleiter überreichte ihr Rektor Helmut Klein (2. von links) die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand. Es gratulierten außerdem (von links) Elke Mitze, Uta Opper-Fiedler, Martin Kolodjashni, André Manoury und Carmen Weimer.

Die Konrektorin der Frankenberger Burgwaldschule, Sieglinde Peter-Möller, wurde in den Ruhestand verabschiedet.

Frankenberg – Sie hat die Schullandschaft in der Frankenberger Region als Konrektorin der Burgwaldschule seit 2003, davor als Schulleiterin in Rosenthal und Röddenau sowie als Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) seit 1986 ganz wesentlich mitgeprägt. Sieglinde Peter-Möller, stellvertretende Schulleiterin der Burgwaldschule, wurde jetzt im Kreis der Schulgemeinde und vieler Wegbegleiter in einer sehr herzlich gestalteten Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet.

Landrat Dr. Reinhard Kubat lobte in seinem Grußwort das gesellschaftliche Engagement der 1. Konrektorin ebenso wie „ihre Liebe und das pädagogische Feingefühl, mit dem sie jungen Menschen den Weg ins Leben gezeigt hat“. Kubat erinnerte daran, wie sehr sie sich als GEW-Mitglied in den 1980er-Jahren während der Wirtschaftskrise mit Lehrerarbeitslosigkeit in der „Frankenberger Bildungspolitischen Initiative“ für arbeitssuchende junge Lehrer eingesetzt habe, ebenso später auch für die Integration der Spätaussiedler.

In seiner Abschiedsrede hob Rektor Helmut Klein hervor, welche hohe Anerkennung Sieglinde Peter-Möller in ihrer 30-jährigen Verbundenheit mit der Burgwaldschule und ihrem pädagogischen Konzept als selbstkritische, faire Partnerin gewonnen habe, die Probleme nie aufgeschoben, sondern mit vollem Einsatz nach Lösungen gesucht habe. Der Stundenplan im kommenden Halbjahr trage noch ihre Handschrift.

„Eine Powerfrau“ und ein „Fels in der Brandung“ bei bildungs- und arbeitspolitischen Auseinandersetzungen sei die auch weiterhin amtierende GEW-Kreisvorsitzende Sieglinde Peter-Möller in der Gewerkschaft gewesen, erklärten ihre Vorstandskolleginnen Uta Opper-Fiedler und Elke Mitze. Sie berichteten mit vielen Bildern aus ihrer Mitarbeit im Bezirks- und Gesamtpersonalrat der Lehrer im Landkreis, ihren frühen Kampf gegen Lehrerarbeitslosigkeit sowie eine Verbesserung des Lern- und Arbeitsplatzes Schule. Dies habe Sieglinde Peter-Möller bei vielen Gesprächen mit Landtagsabgeordneten und Demonstrationen mutig zum Ausdruck gebracht.

Eine „ehrbare Streiterin für Bildung“ nannten auch die Schulpersonalräte Carmen Weimer und André Manoury die scheidende Konrektorin. Sie lobten ebenso wie die Fachgruppen Englisch und Kunst ihre Kreativität und menschliche Nähe. Für die Elternschaft dankte ihr herzlich deren Sprecherin Beate Freitag, die sie selbst noch als Schülerin erlebt hatte. Die Schülervertreter Angus Plechinger, Nicole Schulz und Martin Kolodjashni nannten sie liebevoll die „Vizekanzlerin unserer Schule“. Das Schulleitungsteam öffnete mit Wehmut ein letztes Mal ihren „hinterlassenen Medienkoffer“, und dann ließ der Lehrerchor für Sieglinde Peter-Möller auch musikalisch „rote Rosen regnen“. Ganz persönlichen Dank erhielt sie auch von ihrem Sohn Timo Möller.

Zur Person

Sieglinde Peter-Möller, geboren 1953 in Hatzfeld, besuchte dort die Grundschule, bevor sie zur Lahntalschule in Biedenkopf überwechselte. Nach dem Abitur studierte sie an der Universität Gießen die Fächer Englisch und Kunsterziehung. Nach mehreren befristeten Lehraufträgen in Wetzlar und Gladenbach nahm sie an der Burgwaldschule in Frankenberg 1979 ihren Dienst mit Festanstellung und als Beamtin auf. 1998 wurde Sieglinde Peter-Möller Rektorin der Nikolaus-Hilgermann-Schule in Rosenthal, ab 2002 leitete sie die Grund- und Hauptschule Röddenau. Als 2. Konrektorin kehrte sie 2003 an die Burgwaldschule zurück, und 2011 wurde sie zur stellvertretenden Schulleiterin ernannt. Aus ihrer 1989 geschlossenen Ehe mit Ewald Möller ging ein Sohn hervor. Ihr Mann verstarb 2015

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