Als Außenstelle der Stadtschule am Ortenberg gegründet

Frankenberger Burgwaldschule wird 60 – Blick in die Geschichte der Realschule

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Festliche Einweihung im Dezember 1958: Der Schulchor unter Leitung von Dr. Reinhard Ide (links) sang zur Begrüßung der Gäste. Man erkennt auf dem Bild vorn links den kleinen Schüler Heinfred Knobel, später selbst Lehrer an der Frankenberger Burgwaldschule, daneben die Lehrkräfte Hildegard Corell, Ludwig Heid, Ernst Reckel und Harald Hertel. 

Frankenberg. Vor 60 Jahren weihten die Frankenberger auf dem Hinstürz als Außenstelle der Stadtschule am Ortenberg eine „Mittelschule“ mit elf Klassen und vier Grundschulklassen ein.

Der Regierungsdirektor Hermann Trost wünschte damals: „Eine harmonische Ausbildung an Herz, Hand und Haupt sei das Ziel aller Erziehung!“

Aus dem Neubau wurde später die „Burgwaldschule“ – eine der wenigen heute in Hessen noch existierenden reinen Realschulen. Sie wird am Samstag, 1. September, ihr 60-jähriges Bestehen feiern.

Wir erinnern hier an ein paar Meilensteine in der Geschichte der Burgwaldschule:

1949:Qualvolle Schulraumnot herrschte an der Frankenberger Stadtschule, die nach Zuzug von etwa 2400 Heimatvertriebenen bei 4800 Altbürgern plötzlich von mehr als 1000 Schülern besucht wurde. Auch ein Erweiterungsbau von 1951 reichte nicht, es herrschte Schichtunterricht. Ab 1951 gab es schon einen Mittelschulzug, außerdem eine Sonderschulklasse.

1955:Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am 25. Januar 1955 den Neubau einer voll ausgebauten Grundschule mit angegliedertem Mittelschulzug. Die Wahl fiel auf „Vahles Wäldchen“ in „ruhiger, staubfreier, gesunder Lage“.

1958: Nach festlicher Eröffnung zogen elf Klassen als Mittelschulzug und vier Grundschulklassen ein.

1961:Es erfolgte die Aufteilung in zwei selbstständige Stadtschulen, die neue hieß „Burgwaldschule“. Geschaffen wurden 1962 drei weitere Pavillons, 1963 eine Turnhalle.

1993:Ein großer Anbau mit lichtdurchflutetem Attrium, ein Erweiterungsbau für die Naturwissenschaften, eine zweite, erweiterte Turnhalle und eine neue Cafeteria mit Mediothek seit 2008 prägen heute das äußere Erscheinungsbild der Schule.

2001: Nach guten Erfolgen im Informatikunterricht seit 1984 wurde die Burgwaldschule „ECDL-Kompetenzzentrum“, in dem Schüler den europäischen „Computerführerschein“ erwerben können. 2012 war sie unter den 20 besten von 900 bundesweiten Zentren. Seit 2012 hat sie ein eigenes Berufswahlbüro.

2018: Heute werden in der ganztägig arbeitenden Realschule 646 Schüler von 40 Lehrkräften unterrichtet. Die Burgwaldschule pflegt intensiv Außenkontakte zu Industriebetrieben und Gewerbe, zum Mathematikum Gießen oder dem Chemikum Marburg. Freiwillig können Fremdsprachenschüler Zertifikate in Business-Englisch erwerben. Es gibt Wahlpflichtangebote in Naturwissenschaften ebenso wie im Sport. Zurzeit ist für den Freizeitbereich unterhalb des Schulhofs ein neues Kleinspielfeld im Bau. www.burgwaldschule.de

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Von Karl-Hermann Völker

Quelle: HNA

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