Cocktails am Pool des berühmten Gauners

Frankenberger zu Gast bei Party des verstorbenen Posträubers Ronnie Biggs

Frankenberg. Mitte Dezember verstarb der wohl berühmteste Posträuber der Welt: Ronald „Ronnie“ Biggs. Ein Frankenberger war dem Schlitzohr, das zusammen mit anderen Kameraden im August 1963 fast 50 Millionen Euro erbeutet hatte, ganz nahe: Horst Vöhl. Der heute 70-Jährige war im Februar 1989 zu einer Party von Biggs in Brasilien eingeladen.

Bei sommerlichen Temperaturen schlürfte Vöhl Cocktails im Pool des Posträubers hoch über den Dächern von Rio de Janeiro.

Vöhl erinnert sich zurück: „Mein damaliger Arbeitgeber hat die zehn besten Verkäufer zum Karneval nach Rio eingeladen.“ Zunächst waren Vöhl und seine Kollegen mit dem Bau einer Requisite für den berühmten Karnevalsumzug beschäftigt. Diese sei jedoch in den Fluten des Atlantiks zu Bruch gegangen.

HorstVöhl

Ehe es zu der feucht-fröhlichen Poolparty des Posträubers ging, sah sich die deutsche Delegation noch den Zuckerhut und die Christusstatue an. „Die Fahrt zu Biggs’ Anwesen mit einer uralten Straßenbahn wurde aus Sicherheitsgründen von zwei Polizisten mit Maschinenpistolen begleitet“, schildert Vöhl die damaligen Vorkehrungen.

Anschließend ging es zu Fuß durch eine Favela – so heißen die Armutsviertel um Rio – zur Villa von Biggs. „Das Gebäude“, erinnert sich Vöhl, „war durch viele Sicherheitsmaßnahmen gesichert“. Das sei auch Biggs’ damaliger Erwerb gewesen: Der Brite habe Sicherheitsanlagen vertrieben.

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Von Matthias Hoffmann

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Horst Vöhl

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