„Helius Eobanus“ Hessus

Frankenberger Geschichtsverein stellte in Erfurt neues Buch vor

+
Historischer Wohnort Engelsburg: Vor den Wappen der aus dem Frankenberger Land stammenden Gelehrten Helius Eobanus Hessus und Euricius Cordus erhielt Ralf-Dieter May (Zweiter von links) die ersten Hessus-Buchexemplare von Karl-Hermann Völker, Karl-Heinz Hartmann und Ruth Piro-Klein überreicht.

Erfurt/Frankenberg. Als einen „Brückenschlag von Frankenberg nach Erfurt“ bezeichnete Karl-Hermann Völker, Vorsitzender des Frankenberger Geschichtsvereins, das neue Buch über den aus Halgehausen stammenden Gelehrten und „König der Poeten“ Helius Eobanus Hessus.

Zusammen mit Ruth Piro-Klein und dem Autor Karl-Heinz Hartmann übergab er jetzt in der thüringischen Landeshauptstadt die ersten Exemplare an den Förderverein Humanistenstätte Engelsburg. Die Buchvorstellung mit Bildpräsentation fand im Hörsaal des historischen Gebäudes statt, in dem Hessus während seiner Erfurter Zeit gewohnt hat.

Die Mitglieder des Frankenberger Geschichtsvereins erinnerten an die alte Tradition dieser Verbindung Frankenberg-Erfurt, weil die dort im Jahr 1392 eröffnete Universität ab 1414 bevorzugte Bildungsstätte für die Studenten aus Frankenberg war. Von 1465 bis 1520 studierten in Erfurt 56 Studenten aus dem Ederstädtchen, das damals etwa 1100 Einwohner hatte, darunter auch Eobanus Hessus (1488-1540), der an den Lateinschulen in Frankenberg und Gemünden das Rüstzeug für seine Gelehrtenlaufbahn erhalten hatte. Als später in Erfurt die Pest drohte, zog der Professor Hessus mit seinen Studenten zeitweilig nach Frankenberg um. (zve)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare