Das 31. Heimatjahrbuch aus dem Hause der Frankenberger Zeitung präsentiert die neue Chronik und viel Heimatgeschichte

„Frankenberger Heimatkalender“ mit 192 Seiten

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Frankenberg - In diesen Tagen ist er endlich erschienen: der Frankenberger Heimatkalender für das Jahr 2013.

Es ist bereits das 31. Heimatjahrbuch aus dem Hause der Frankenberger Zeitung. Auf diesmal stattlichen 192 reich illustrierten Seiten – darunter zahlreiche historische Fotos – gibt es wieder interessanten Lesestoff: Amüsantes, Nachdenkliches und Dramatisches, aber vor allem Heimatgeschichte. Gleichzeitig ist der Heimatkalender auch wieder ein aktuelles Nachschlagewerk mit wichtigen Adressen und Informationen über Behörden, Vereine und Kommunen. Auf dem Titelblatt: die Laisaer Trachtengruppe mit Utensilien zum Rückersfest. Der Preis beträgt 6,80 Euro. Und hier alle Beiträge des neuen Heimatkalenders in einer Kurzfassung.

Von Hessus bis Petrus

Das Eobanus-Hessus-Wappen – ein Juwel im Marburger Universitätsarchiv, mitgeteilt von dem pensionierten Rektor Karl-Heinz Hartmann aus Schreufa, der in seinem Aufsatz unter anderem auf den 525. Geburtstag des berühmten „Dichterkönigs“ aus Halgehausen eingeht. Hessus war zuletzt auch Professor in Marburg.

Versteigerung von Mädchen – ein Brauch zum Laisaer Rü­ckersfest, das alle sieben Jahre am Osterwochenende gefeiert wird. FZ-Redakteur Mark Adel berichtet, was es mit diesem bis heute geheimnisvollen Fest in dem traditionsreichen „Dorf des Handwerks“ auf sich hat.

Die Wasseramsel – ein erstaunlicher Vogel. Der bekannte Tierfotograf und pensionierte Oberstudienrat Gerhard Kalden aus Frankenberg berichtet in Wort und Bild über einen heimischen Singvogel, der unter Wasser nach Nahrung sucht.

Der Auhammer – das älteste noch bestehende Unternehmen im Frankenberger Land. Einen Blick in die 240-jährige Geschichte der einstigen Hammerschmiede am Fuße der Bergstadt schildert der Diplom-Ingenieur Wilfried Morgenroth aus Battenberg.

Heldentod fürs Vaterland – der Historiker Dr. Horst Hecker beschreibt unter Verwendung zahlreicher Briefe das Schicksal des Hauberner Schäfers Rudolf Isgen, der mit 28 Jahren im Ersten Weltkrieg fällt und Frau und zwei Kinder hinterlässt.

Briefe an Auswanderer – der pensionierte Rektor Walter Sellmann aus Allendorf (Eder) hat das Leben des Rennertehäuser Schmiedegesellen Daniel Jakobi nachgeforscht, der mit 16 Jahren nach Amerika ausgewandert ist und dort sein Glück gemacht hat.

Mit Grimms befreundet – Pfarrer Johann Heinrich Christian Bang verbrachte segensreiche Jahre in Haina. Er war mit den Germanisten und Märschensammlern Jakob und Wilhelm Grimm befreundet. Ein Aufsatz des pensionierten Pfarrers und Historikers Dr. Arnd Friedrich aus Dodenhausen.

Fische unserer Heimat – von Aal bis Zander. Der pensionierte Realschullehrer Werner Ebert aus Frankenberg berichtet über die Fischwaid in Eder und Edersee. Insgesamt werden in unseren sauberen Gewässern 30 Fischarten nachgewiesen.

Pickel-Paul – ein Original. Der Rentner Fritz Neuschäfer aus Frankenberg erzählt eine wahre Geschichte aus den Nachkriegsjahren in Alt-Frankenberg. Der Pickel-Paul – ein bekennender Kommunist – narrte Polizei samt Stadtverwaltung.

Bundesstraße 236 – aus der Geschichte einer Verkehrsader zwischen Battenberg/Hessen und Hallenberg/Westfalen, und zwar in Kriegs- und Friedenszeiten. Ein Beitrag des pensionierten Polizeibeamten Reiner Gasse aus Battenfeld.

Neue Kirche in Ernsthausen – vor 100 Jahren weihte das Burgwalddorf eine neue Kirche ein. Der Kirchenmaler Ferdinand Busch aus Berlin schmückte das Gotteshaus mit Malereien. Ein Bericht des pensionierten Rektors Karl-Hermann Völker aus Wiesenfeld.

Dörfliche Weiterbildung – Musterbeispiel Bromskirchen. In den zurückliegenden 50 Jahren wurden 5600 Teilnehmer in Volkshochschulkursen unterwiesen. Die pensionierte Lehrerin Maria Kremer gab die Initialzündung. Mitgeteilt von Horst Giebel.

Schiffelbacher Adel. 2013 feiert Schiffelbach sein 750-jähriges Bestehen. Früher gab es dort zwei Adelsfamilien, die sich das Dorf geteilt haben. Ein Bericht aus jener Zeit von dem pensionierten Archivoberrat Armin Sieburg aus Marburg.

Sportjahr 2011/2012 – FZ-Sportredakteur Dirk Schäfer aus Niederorke lässt die sportlichen Höhepunkte des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren und stellt den neuen/alten Sportkreisvorstand in Wort und Bild vor.

Der Apostel Petrus – die Lieblingsfigur des pensionierten Pfarrers und Museumsleiters Heiner Wittekindt ist nach 50 Jahren wieder aufgetaucht und hat auch den Frankenberger Heimatkalender erobert. FZ-Redakteur Dr. Karl Schilling nimmt die hochgotische Heiligenfigur aus der Werkstatt des Tyle von Frankenberg für die Marienkapelle unter die Lupe.

Von Jahr zu Jahr – die reich illustrierte Heimatchronik von Horst Giebel vermittelt Aktualitäten, die inzwischen auch schon längst wieder Vergangenheit und damit „erlebte Geschichte“ sind…Außerdem im Heimatkalender 2013: das Kalendarium, Hinweise auf Feste, Märkte und Veranstaltungen, Schulferien 2012/2013, der Trächtigkeitskalender, der hundertjährige Kalender sowie das Verzeichnis der Behörden und Organisationen und der Großgemeinden in Waldeck-Frankenberg.

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