Alle Gefühle sind erlaubt

Frankenberger Jugendhaus bietet Trauergruppe für junge Leute an

Im Jugendhaus in Frankenberg wird eine Trauergruppe für Jugendliche und junge Erwachsene angeboten; (von links) Margarita Linne und Johannes Engelmann vom Jugendhaus sowie Monika Lacher vom Arbeitskreis Jugendhilfe.
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Im Jugendhaus in Frankenberg wird eine Trauergruppe für Jugendliche und junge Erwachsene angeboten; (von links) Margarita Linne und Johannes Engelmann vom Jugendhaus sowie Monika Lacher vom Arbeitskreis Jugendhilfe.

Trauerbegleitung speziell für Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre bietet das Jugendhaus in Frankenberg an.

Frankeberg - Bei der Trauerbegleitung für Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre im Jugendhaus in der Hainstraße 3 Frankenberg sind regelmäßige Zusammenkünfte an jedem ersten und dritten Freitag im Monat von 15.30 bis 17 Uhr geplant

Wegen Corona habe sich der Start verzögert, erste Interessenten haben sich aber schon gemeldet, berichtet Margarita Linne vom Jugendhausteam, die das neue Angebot zusammen mit ihrem Teamkollegen Johannes Engelmann, unterstützt von Monika Lacher vom Arbeitskreis Jugendhilfe Frankenberg konzipiert hat.

Die Idee sei entstanden, weil es im Landkreis bislang kaum Trauerbegleitung für Jugendliche oder Kinder gebe, sagt Johannes Engelmann. „Unter Gleichaltrigen ist es oft einfacher, was zu erzählen“, sagt Engelmann. „Wir wollen hilfreiche Unterstützung sein“, ergänzt Margarita Linne. „Betroffene stärken und Hilfe zur Selbsthilfe bieten.“

Neben der Trauer sollen auch andere Themen wie Familie oder Schule angesprochen werden. Geplant seien nicht nur Gespräche, sondern auch unterschiedliche Aktionen, die es ermöglichen, Gefühle auf kreative, sportliche oder musikalische Art auszudrücken. „Es kann auch gerne eine Freundin oder ein Freund mitgebracht werden“, sagt Linne.

Landrat Dr. Reinhard Kubat hat das neue Angebot erst kürzlich spontan mit 500 Euro gefördert. „Ich halte das für ein tolles Projekt“, sagte er anlässlich eines Pressetermins im Jugendhaus. Monika Lacher, die sich unter anderem beim Arbeitskreis Jugendhilfe engagiert, hat das Konzept für die Trauergruppe mit ausgearbeitet.

„Alle Gefühle sind erlaubt“, betont sie, „es gibt kein richtig oder falsch beim Trauern.“ Es solle sich deswegen keinen von seinen Mitmenschen verunsichern lassen.

Speziell für Kinder seien die „Trostkisten“ entwickelt worden, die vom Arbeitskreis Trauerbegleitung während der Pandemie angeboten werden (HNA berichtete). Sie enthalten Spielsachen und kleine Mitmachangebote für Kinder, die helfen sollen, die Trauer zu bewältigen. (Susanna Battefeld)

Kontakt zum Jugendhaus

Jugendhaus Frankenberg, Hainstraße 3, Tel. 0 64 51/71 68 24, E-Mail: jugendhaus@frankenberg.de . Informationen zu den Trostkisten gibt es beim Arbeitskreis Trauerbegleitung, Tel. 0 64 51/ 50 39 833 (Pfarrerin Emilie Berreth). 

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