Frankenberg

Frankenberger Ortenbergschule unterrichtet Grundschüler der ersten beiden Jahrgänge gemeinsam

- Frankenberg. (-sg-) Die Ortenbergschule unterrichtet die Grundschüler der ersten beiden Jahrgänge in Lerngruppen gemeinsam, dadurch sollen die Kinder individueller gefördert werden.

Die 33 am Dienstag aufgenommenen „ABC-Schützen“erwartetein anderer pädagogischer Anatz, wenn sie beginnen, Lesen, Schreiben und Rechnen zu üben: Statt unter sich in zwei Klassen werden sie in vier Lerngruppen mit älteren Schülern unterrichtet.

„Pädagogische Einheit“

Seit dem vorigen Schuljahr sind die ersten beiden Jahrgänge der Grundschule zu einer „pädagogischen Einheit“ zusammengelegt. Diese Neuerung solle eine individuellere Förderung der Kinder ermöglichen, erläutert Rektor Erhard Wagner. „Flexibler Schulanfang“ heißt diese Praxis, die das hessische Schulgesetz seit 2005 zulässt.

Vorteil: Kinder werden entsprechend ihres individuellen Entwicklungsstandes gefördert, die Lehrer könnten die Stärken und Schwächen jedes Kindes einzelnen besser herausfinden, sagt Wagner. So könnne ein begabtes Kind schon nach einem Jahr in die dritte Klasse wechseln. Und wer Startschwierigkeiten hat, kann auch drei Jahre in seiner Lerngruppe bleiben, ohne das dies als „Sitzenbleiben“ auf die Schulzeit angerechnet wird. Die zwei Jahre sollten aber die Regel sein.

In Südhessen sei das Modell schon weit verbreitet, berichtet Wagner, „da gibt es fast keine Grundschule mehr ohne.“ Im Kreis gebe es aber erst drei Schulen.DieFrankenbergerLehrer haben die Bezeichnung „Maxis“ für die älteren und „Minis“ für die jüngeren Kinder eingeführt. Die Erfahrungen seiner Kollegen seien nach einem Jahr sehr gut, betont Wagner.

Mit dem Lied „Hallo Schule, ich bin so gespannt, denn noch vieles ist mir unbekannt“ begrüßten die „Maxis“ am Dienstag ihre neuen Mitschüler, die mit ihrem Eltern vom Gottedienst in der Liebfrauenkirche in die Aula strömten.Wagner wünschte den Neuen bei der Aufnahmefeier „ganz viel Spaß“.

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