Verein ist gut aufgestellt 

Frankenberger Tafel: Keine Probleme dank guter Organisation

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Sie leiten die Tafel Frankenberg: Bei der Neuaufstellung von Vorstand, Beisitzern und Kassenprüfern wurden (von links) Annette Hoffmann, Kurt Belohlavek, Dieter Ohlsen, Michael Klawuhn, Birgit Belohlawek-Hesse, Birgit Fackiner, Petra Hegmann, Hans-Jürgen Wilhelm und Ernst-Dieter Mankel einstimmig gewählt. Auf dem Bild fehlt Annette Viessmann. 

Frankenberg. „Die sinnvolle Verwendung von Lebensmitteln ist das eine. Dass Menschen auf die Lebensmittel der Tafel angewiesen sind, ist das andere. Das bezeichnen viele völlig zu Recht als einen Skandal in unserem relativ reichen Land.“ 

Das sagte Dekanin Petra Hegmann, als sie jetzt bei der Jahreshauptversammlung den Mitgliedern des Vereins „Tafel Frankenberg e. V.“ als Vorsitzende ihren Rechenschaftsbericht ablegte.

Wenn in Deutschland laut Statistischem Bundesamt etwa 16 Millionen Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht seien, müsse dafür eine politische Lösung gefunden werden, forderte Hegmann.

Wie schwierig der Tafel-Alltag werden könne, habe sich bei der Debatte um die Essener Tafel gezeigt. Die Frankenberger Tafel habe diese Probleme dank ihrer guten Organisation nicht gehabt. „Aufs Ganze gesehen läuft unsere Arbeit rund“, freute sich die Dekanin und verwies mit großem Dank auf die nach wie vor große Spendenbereitschaft. „Die Mitarbeitenden unserer Tafel arbeiten Hand in Hand. Auch dafür möchte ich im Namen des Vorstandes herzlich danken.“

Zu den Höhepunkten im Leben des gemeinnützigen Vereins habe 2017 der Festakt aus Anlass „Zehn Jahre Frankenberger Tafel“ in der Rathausschirn gehört, berichtete die Vorsitzende. „Dass es Tafeln gibt, ist nicht wirklich Anlass für einen Festakt. Aber das Engagement der Mitarbeiter ist einer Würdigung wert.“ Hegmann kündigte für Samstag, 27. Oktober, ein Benefizkonzert der Gruppe „accepted“ in der Ederberglandhalle an.

Zu den Spenden zugunsten der Tafel im vergangenen Jahr gehörte auch der Erlös einer festlichen Hubertusmesse der Bläsergruppe Frankenberg in der Liebfrauenkirche, wie aus dem Kassenbericht von Schatzmeisterin Birgit Fackiner hervorging. Mit großer Einmütigkeit wurde der Vorstand von der Mitgliederversammlung daraufhin entlastet.

Bei den vom Frankenberger Stadtrat Friedhelm Schneider als Versammlungsleiter durchgeführten Neuwahlen zeigte sich, dass der Tafel-Vorstand bis auf wenige Ausnahmen im Amt bleiben wird. Einstimmig wiedergewählt wurden Petra Hegmann als 1. Vorsitzende, Dieter Ohlsen als 2. Vorsitzender, Birgit Fackiner als Kassiererin und Hans-Jürgen Wilhelm als Schriftführer. Als Beisitzer wählten die Tafel-Mitglieder Birgit Belohlavek-Hesse (neu), Annette Hoffmann, Michael Klawuhn (neu), Ernst-Dieter Mankel, Annette Viessmann und Karl-Hermann Völker. 

Zu Kassenprüfern wurden Kurt Belohlavek und Kurt Battefeld bestimmt. Mit Dank und Blumen verabschiedete Hegmann die langjährigen Vorstandsmitglieder Karl-Heinz Marisch und Kathi Köhler.

Quelle: HNA

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