Frankenberg

Frankenberger wollen zu „FKB“ zurück

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- Frankenberg (sg). Das „FKB“-Schild soll dem Stadtmarketing dienen und die Heimatverbundenheit fördern. Noch rollen nur ein paar Oldtimer und Traktoren mit den altvertrauten „FKB“-Kennzeichen durch die Straßen. Doch das könnte sich bald ändern.

Bürgermeister Christian Engelhardt will die Anregungen der „Heilbronner Initiative für Kennzeichenliberalisierung“ aufgreifen und die Wiedereinführung der alten Schilder als Thema ins Parlament bringen.Prof. Ralf Borchert von der Heilbronner Hochschule stellte am Montag im Stadthaus Ergebnisse einer Umfrage vor, die er in Frankenberg erhoben hat: Etwa zwei Drittel der Befragten wollten das „FKB“-Kennzeichen zurückhaben.

Nach dem klaren Votum und der „unerwartet hohen öffentlichen Resonanz“ will Engelhardt sich an die Umsetzung machen, er verspricht sich davon Vorteile für Frankenberg: „Es gibt nachweisbar positive Effekte fürs Stadtmarketing“, es sei der „Wunsch der Bürger“ und es entstünden keine Kosten oder zusätzliche Aufwendungen, argumentiert er. Er will auch mit Kollegen in anderen Städten wie Hofgeismar Kontakt aufnehmen, die Interesse an der Wiedereinführung der alten Kennzeichen haben könnten. 1956 waren die Schilder mit den Kennungen für die Kreise in der Bundesrepublik eingeführt worden. Nachdem Wal­deck und Frankenberg mit der Gebietsreform 1974 zusammengeschlossen worden waren, wurden nur doch Schilder mit dem „KB“ für die neue Kreisstadt Korbach ausgegeben.

Nur: Das neue Kennzeichen sei für viele „kein Ausdruck von Verbundenheit, Heimat wird dadurch nicht widergespiegelt“, erklärte Engelhardt. Allerdings „hätten wir vor ein paar Jahren auch nicht gedacht“, dass es wieder eine Rückkehr zum „FKB“ geben könnte. Wie berichtet, hatte der Stadtverband der Jungen Union die Initiative der Heilbronner aufgegriffen. Dahinter steht der Volkswirtschafts-Professor Borchert, der eigentlich Tourismus-Management lehrt. Er sieht in den Kennzeichnen eine gute Chance fürs Stadtmarketing. Es gebe Frankenberg als Produkt, bestehend aus Einzelhandel, Dienstleistern, der Kultur oder der Bürgerschaft. Es gebe die Marke „Frankenberg“. Und für diese Marke sei ein Symbol erforderlich. Und da sei das „FKB“ das beste, erklärte er.

Das Symbol habe fürs Marketing seine „äußere Bedeutung“, sagte der Wissenschaftler: Wenn nur 15 000 Autos das Kennzeichen hätten, würde es täglich zwischen 500 000 und eine Million Mal wahrgenommen, dadurch gewinne das „FKB“ schon eine Relevanz. Und es gebe die „innere Bedeutung“: Das „FKB“ sei eine Art „Mini-Link zur Stadt“. Und der Clou: Es kostet nichts. Kennzeichen müssen ohnehin ausgegeben werden – ob mit „KB“ oder „FKB“ spielt für die Verwaltung keine Rolle.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Dienstag, 1.März

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