Bürgermeister Rüdiger Heß verteidigt längere Sperrstunde

Frankenberg. Erneut nimmt Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß Stellung zur vorgezogenen Sperrstunde (HNA berichtete). Nachdem sich Jugendverbände und Kneipiers kritisch zu der neuen Regelung geäußert hatten, übten auch Fraktionen des Frankenberger Stadtparlaments Kritik.

„Sicherheit und Ordnung haben Vorrang und gehen über die Bereitschaft zum uneingeschränkten Feiern hinaus, gerade auch in einer Familienstadt“, betonte Rüdiger Heß mit Blick auf die Diskussion zur Sperrzeitverlängerung.

Der Rathauschef richtete den Fokus nochmals auf die erheblichen Straftaten im Bereich der Diskothek Bonkers im Zeitraum zwischen 3 und 5 Uhr morgens. „Das ist nicht hinnehmbar, ganz zu schweigen von den vielen kleineren Straftaten, speziell in dieser Zeit und in dieser Diskothek“, bekräftigte Heß.

Nach einer ihm vorliegenden Polizeistatistik zu Vorfällen im Bereich der Diskothek Bonkers seien von 37 Vorfällen (Ruhestörung, Diebstahl, Sachbeschädigung, räuberischer Erpressung, gefährliche Körperverletzung) elf Vorfälle vor 3 Uhr, aber 26 Fälle nach 3 Uhr von der Polizei ermittelt worden. „Vor allem die sieben gefährlichen Körperverletzungen zwischen 3 und 6 Uhr sind sieben zu viel“, bilanzierte er.

Heß zeigte sich auch verwundert darüber, dass diejenigen, die jetzt gegen die Verlängerung der Sperrstunde wetterten, nicht aktiv Maßnahmen ergriffen hätten, um die mit übermäßigen Alkoholkonsum einhergehenden Vorfälle präventiv zu bekämpfen. „Es wurde nichts getan, sondern nur gewartet“, sagte Heß. Jetzt solle es der Bürgermeister richten, dass präventiv gearbeitet werde. Das sei in höchstem Maße populistisch, merkte er in Richtung der Vorwürfe der Frankenberger SPD an.

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Quelle: HNA

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