"Hier müsste die Stadt Geld in die Hand nehmen"

Frankenbergs Parkhäuser Durchschnitt

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Uwe Völker (vorne) und Dietmar Lenski vom ACE loben die Breite der Stellplätze im Parkhaus in der Bremer Straße.Fotos: Glotz

Frankenberg - Licht und Schatten - durchwachsen ist die Beurteilung der heimischen Parkhäuser. Der "Auto Club Europa" (ACE) kritisiert insbesondere die Vernachlässigung der Bauten.

Manche Lampen glimmen immer wieder nur für einige Sekunden auf, die Treppenhäuser sind nass, die Parkautomaten durchrostet, Putz und Estrich bröckeln ab. Uwe Völker, Kasseler Regionalbeauftragter beim ACE, und Dietmar Lenski vom Kreisvorstand des Automobilclubs ACE haben die beiden öffentlichen Frankenberger Parkhäuser unter die Lupe genommen - und viele Kritikpunkte notiert. Sie greifen vieles von dem auf, was auch die Kaufleute insbesondere am Parkhaus in der Bremer Straße bemängeln.

„Das Parkhaus ist etwas in die Jahre gekommen“, sagte Völker gestern vor dem Objekt. Architektonisch und planerisch sei das Parkhaus in Ordnung: „Es gibt keine störenden Säulen, die Höhe ist gut“, lobt Völker. Ebenfalls positiv: Frauenparkplätze sowie Stellflächen für Menschen mit Behinderung in unmittelbarer Nähe zur Rampe in die Altstadt. Die Zwischennote „gut“ gibt es dafür.

Schlechter sieht aber die Instandhaltung aus. „Hier müsste die Stadt Geld in die Hand nehmen“, sagt Völker. Gerade das Wetter mache dem Haus zu schaffen: Feuchtigkeit in den Treppenhäusern, die ungeschützten und deshalb rostigen Parkscheinautomaten. „Und es ist zu dunkel“, sagt Lenski. Völker bestätigt: „Frauen haben da ein anderes Sicherheitsbedürfnis als Männer“ - und würden daher ein Haus wie jenes in der Bremer Straße eher meiden.

Dabei ist das Haus eine vergleichsweise günstige Adresse, wie Völker lobend hervorhebt. Gleiches gilt für das ebenfalls getestete Parkhaus in der Altstadt. Während die Bremer Straße mit 84 von 150 möglichen Punkten noch knapp über dem Mittelwert liegt, schafft dieses Haus nur 60 Punkte. „Letztlich kann man das Parkhaus aber gar nicht wirklich bewerten“, erklärt Völker: Die allgemein zugängliche Etage sei zu einem großen Teil mit Dauerparkern belegt. Da fällt es auch kaum ins Gewicht, dass die Beschilderung mangelhaft ist.

Störend sei das vor allem für die Bremer Straße: „Als Auswärtiger würde ich das Haus nicht finden“, sagt Völker. Dabei sei es sogar für Inhaber größerer Wagen bequem: Die Breite der Stellplätze sei vorbildlich, lobt der ACE-Regionalbeauftragte.

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