Frankenbergs Stadtarchivar Dr. Horst Hecker erhielt Hessischen Verdienstorden

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Glückwünsche und Blumen: Familienmitglieder und Wegbegleiter gratulierten bei einem Empfang in der Hessischen Staatskanzlei dem aus Haubern stammenden Dr. Horst Hecker (Mitte), nachdem Staatssekretär Frank Weinmeister (links) ihn mit dem Hessischen Verdienstorden am Bande ausgezeichnet hatte. Foto: Völker

Wiesbaden/Frankenberg. Als einen „Brückenbauer zu Menschen, die mit dem Heimatland ihrer Vorfahren nie wieder etwas zu tun haben wollten“ würdigte der hessische Staatssekretär für Europa, Mark Weinmeister, den Frankenberger Stadtarchivar Dr. Horst Hecker.

In der Wiesbadener Staatskanzlei überreichte er dem aus Haubern stammenden Historiker den Hessischen Verdienstorden am Bande und hob dabei besonders Heckers ehrenamtlichen Einsatz bei der Aufarbeitung der deutsch-jüdischen Geschichte und der Aufklärung über die Verbrechen des Nationalsozialismus hervor.

Im Kreis von Familienmitgliedern, Freunden, Wegbegleitern und Bürgermeister Rüdiger Heß als Vertreter der Stadt Frankenberg hielt Staatssekretär Weinmeister im Brüder-Grimm-Saal die Laudatio auf den Geehrten.

Das Engagement Heckers bei der Erforschung der Schicksale von jüdischen Familien aus der Frankenberger Region und bei der Erstellung von Opferbiografien für die Verlegung der „Stolpersteine“ sei für die von ihm betreuten jüdischen Nachfahren im Ausland eine wichtige Botschaft geworden: „Ihre Geschichte wird endlich aufgearbeitet, Schicksale werden sichtbar und greifbar gemacht.“ Dies gelte auch für Heckers Gedenkarbeit in Haina/Kloster für die Opfer des NS-Euthanasie-Programms.

Von Karl-Hermann Völker

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Quelle: HNA

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