36-Jährige war bei Verfolgungsjagd mit der Polizei gegen den Betonpfeiler eines Parkhauses geprallt

Frau flüchtete mit Auto - Urteil: 30 Stunden gemeinnützige Arbeit

Frankenberg. Das Verfahren gegen eine 36-jährige Frau, die sich Mitte März in Frankenberg eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert hatte, ist vorläufig eingestellt worden. Urteil: 30 Stunden gemeinnützige Arbeit.

Die Angeklagte, die während der Flucht erst durch den Betonpfeiler eines Parkhauses gestoppt wurde, setzte die Flucht nach dem Aufprall zu Fuß fort. Die Polizei nahm sie kurze Zeit später auf der Wehrweide fest und entzog ihr den Führerschein.

Die dreifache Mutter gestand, dass sie sich der allgemeinen Verkehrskontrolle entzogen habe und vor der Polizei flüchtete, weil ihr die Situation peinlich gewesen sei: „Ich habe mich gefühlt wie auf einem Präsentierteller, überall standen Schüler, und die Polizei hatte Blaulicht und Martinshorn an.“

Weil die Frau bisher weder gegen das Verkehrsrecht noch gegen das Strafrecht verstoßen hatte, entschied das Gericht, das Verfahren vorläufig einzustellen.

Richterin Andrea Hülshorst bot der Hartz-IV-Empfängerin an, das Verfahren einzustellen, sofern sie auf eine Entschädigung für die Dauer des Führerscheinentzugs verzichte. „Sie haben ein teures Lehrgeld bezahlt, da sie wahrscheinlich auf dem Schaden in Höhe von rund 8000 Euro sitzen bleiben“, sagte die Richterin.

Die Angeklagte müsse nun innerhalb von drei Monaten 30 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Erst dann werde das Verfahren endgültig eingestellt. Die Frau erhielt ihren Führerschein zurück. (alh)

Quelle: HNA

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