Beim EM-Finale in Stockholm

Frauenfußball-EM: Eltern und Schwester feuern Jennifer Cramer an

+
Laura, Manfred und Sandra Cramer: Beim Finale der deutschen Fußballfrauen mit Tochter Jennifer sind sie am Sonntagnachmittag live in Stockholm dabei. Am Samstagmittag ging‘s los.

Birkenbringhausen. Spätestens nach dem Abpfiffs des Halbfinals um die Frauenfußball-Europameisterschaft zwischen Deutschland und Schweden (1:0) stand der Entschluss für Manfred Cramer, Ehefrau Sandra und Tochter Laura fest.

Am Sonntag wollen die Birkenbringhäuser in Stockholm live dabei sein, wenn Lauras Zwillingsschwester Jennifer mit dem deutschen Frauenteam nach dem EM-Titel greift. Daumendrücken und Mitfiebern in der Stockholmer Friends Arena, statt daheim beim Public-Viewing in Bilses Festscheune. Das schwarz-weiße Trikot mit dem Bundesadler auf der Brust und der Rückennummer 15 haben sie im Gepäck. Mit der 15 auf dem Rücken wird Jennifer Cramer auch am Sonntag auflaufen.

Am Samstagnachmittag um 13:15 Uhr waren die Koffer bei den Cramers im kleinen Burgwalder Ortsteil Birkenbringhausen gepackt. Auf ging die Reise zum Endspiel um die Frauenfußball-Europameisterschaft nach Stockholm. Beim bisher größten Spiel in der noch jungen Karriere von Jennifer wollen sie unbedingt live dabei sein. Im Februar wurde Jennifer erst 20 Jahre alt, erst im März debütierte sie beim Algarve-Cup in der A-Nationalmannschaft gegen Norwegen. Auch im heutigen EM-Finale heißt der Gegner wieder Norwegen.

Die Cramers sind optimistisch, aber nicht euphorisch. Alles ist möglich, das wissen sie nur zu genau. Erst in der Vorrunde verloren die DFB-Frauen gegen Norwegen mit 0:1. Aber da fehlte Jennifer gelbgesperrt. Ansonsten machte die 20-Jährige alle EM-Spiele der jungen deutschen Mannschaft mit.

Natürlich wünschen die Cramers ihrer Tochter und der deutschen Mannschaft den Titel. Jennifer hat sich so bravourös in die Mannschaft hineingespielt, wie es vor der EM nicht zu erwarten war. Inzwischen zählt auf der linken Abwehseite zum Stammpersonal.

Der Weg für die Cramers bis Stockholm ist weit. Erst ging es nach Potsdam, wo Jenni in der Bundesliga spielt, und übernachten dort in ihrer Wohnung. Am Sonntagmorgen geht der Flieger dann ab Berlin-Tegel ins schwedische Stockholm, dort beginnt um 16 Uhr das Finale. Nach dem Spiel soll auf jeden Fall gefeiert werden, egal wie das Endspiel ausgeht. „Die Mannschaft hat sich toll geschlagen“, sagen die Cramers.

Am Montag fliegen Eltern und Schwester zurück nach Berlin, von dort geht‘s mit dem Auto nach Frankfurt. „Wir wollen auf jeden Fall unsere Jenni abholen“, sagt Mutter Sandra. Im Falle einer Niederlage vom Frankfurter Flughafen, im Falle eines Triumphes vom Empfang im Frankfurter Römer.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare