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Freibäder im Frankenberger Land: Tolle Saison, aber steigende Energiepreise

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Von: Martina Biedenbach, Thomas Hoffmeister

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Das Freibad in Gemünden hat noch bis Freitag geöffnet. Die Stadt als Betreiberin hatte vor ein paar Tagen bereits von einer „rundum zufriedenstellenden“ Saison mit etwa 24 000 Besuchern berichtet. archi
Das Freibad in Gemünden hat noch bis Freitag geöffnet. Die Stadt als Betreiberin hatte vor ein paar Tagen bereits von einer „rundum zufriedenstellenden“ Saison mit etwa 24 000 Besuchern berichtet. © Klaus Jungheim

Wie war die Freibad-Saison? Und wie wollen die Schwimmbad-Betreiber in der Hallenbad-Saison auf die aktuelle Energie-Krise reagieren? Wir haben dazu exemplarisch in drei Schwimmbädern nachgefragt.

Frankenberg - 23 656 Besucher waren in diesem heißen Sommer im Frankenberger Freibad zu Gast. Diese Zahl nannte der stellvertretende Badebetriebsleiter Matthias Garthe am Dienstagnachmittag. Das sind fast doppelt so viele Besucher wie im Vorjahr (14 287), das allerdings ziemlich verregnet war. Im Jahr 2020 waren es knapp 12 000.

Noch ist das Freibad in Frankenberg geöffnet. Letzter Badetag dieser Saison ist der kommende Sonntag, 18. September. Im Anschluss werden Badebetriebsleiter Manuel Emde und sein Team das Freibad winterfest machen und das Hallenbad für die neue Saison vorbereiten. Voraussichtlich am 3. Oktober soll dann das Frankenberger Hallenbad öffnen.

Unter welchen Bedingungen – das steht allerdings noch nicht fest. „Wir haben am 19. September eine Aufsichtsratssitzung mit Bürgermeister Heß“, erklärte EGF-Geschäftsführer Jens Nehl auf Anfrage. Ob es angesichts der hohen Energiepreise und des knappen Erdgas-Angebots einen reduzierten Badebetrieb gebe, müsse politisch entschieden werden. Nehl wies darauf hin, dass das Frankenberger Bad mit Gas beheizt wird.

Eine Option wäre es laut Nehl, nur noch eines der drei Becken des Hallenbades zum Baden freizugeben. Möglich sei aber auch, die Temperatur des Badewassers abzusenken. An eine Änderung der Eintrittspreise sei jedenfalls nicht gedacht, erklärte Jens Nehl: „Das macht den Braten nicht fett.“

Battenberg

Ebenfalls doppelt so viele Besucher wie im Vorjahr wurden während des heißen und trockenen Sommers im Battenberger Freibad gezählt. Zwischen dem 14. Juni und dem 4. September waren es 12 819 zahlende Gäste (2021: 6491, 2020: 6030).

Das Dodenauer Freibad war vom 3. Juni bis 11. September geöffnet. In dieser Zeit kamen 9325 Badegäste – ebenfalls etwa doppelt so viele wie in den Vorjahren.

„Wir werden am 20. September ganz normal in die Hallenbad-Saison starten“, sagt Dirk Dornseif, Leitender Schwimmmeister des Bärenbades in Battenberg. Änderungen der Öffnungszeiten, Eintrittspreise oder Badewassertemperaturen seien vorerst nicht vorgesehen. „Allerdings wird es in diesem Winter keine Warmbadetage geben“, kündigt Dornseif an. Wie bisher, soll das Wasser im Sportbecken auf 28 Grad erwärmt werden, im Nichtschwimmerbecken auf 30 Grad.

Löhlbach

„Wir hatten in der abgelaufenen Badesaison rund 13 500 Badegäste im Waldschwimmbad Löhlbach. Das sind circa 2000 mehr als in den Vor-Corona-Jahren“, sagt Hainas Bürgermeister Alexander Köhler. Grund für die Steigerung seien die „überdurchschnittlich vielen trockenen und heißen Sommertage“.

Mit der 2020 installierten Wärmepumpe sei es gelungen, den Heizölverbrauch deutlich zu reduzieren. „Allerdings hatten wir durch die ebenfalls deutliche Verteuerung des noch notwendigen Heizöls in etwa die gleichen Aufwendungen, wie in den Vor-Corona-Jahren. Wir konnten folglich den starken Anstieg der Heizölpreise durch die Verbrauchsreduzierung weitestgehend ausgleichen. Gerne hätten wir jedoch durch die Installation der Wärmepumpe die Gesamtkosten merklich reduziert“, sagt der Bürgermeister.

Auch die Angebote im Schwimmbad – Schwimmkurse, Nachtschwimmen, Familientag und der Kioskbetrieb – seien gut angenommen worden, berichtet Köhler. Und der im Jahr 2021 installiere Kassenautomat habe sich inzwischen bei Jung und Alt etabliert.

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