Allendorf

Freie Evangelische Gemeinde entsendet Missionare

- Allendorf (Eder) (ied). Im Rahmen einer Aussendungsfeier hat sich die Freie Evangelische Gemeinde Allendorf von ihren Gemeindemitgliedern Katharina und Timo Albus verabschiedet.

Das junge Ehepaar fliegt im Oktober auf die Philippinen. Dort wollen beide als Missionare für die Allianz-Mission der deutschen Freien Evangelischen Gemeinden arbeiten.

Katharina Albus, geborene Hirt, stammt aus Bromskirchen und wuchs dort auf. Derzeit lebt sie aber mit ihrem Mann Timo in Ewersbach im Lahn-Dill-Kreis. Sie wurde 1983 geboren. Schon vor einiger Zeit war sie im Rahmen einer Kurzzeitmission auf der asiatischen Inselgruppe der Philippinen für die Allianz-Mission tätig. Damals reifte in ihr der Entschluss, als Missionarin auf den Philippinen dauerhaft tätig zu sein. Von 2003 bis 2008 studierte sie am Theologischen Seminar in Ewersbach. Ihr Mann Timo wurde 1979 geboren. Nach seinem Abitur studierte er Lehramt und arbeitete auch als Lehrer. Das Ehepaar hat eine kleine Tochter, Rachel.

Die Freie Evangelische Gemeinde in Allendorf fungiert als die aussendende Gemeinde für die beiden Missionare. Weitere drei Patengemeinden unterstützen die Arbeit des Ehepaares. Sie haben ihren Sitz in Idstein, Bad Camberg und Renningen. Vertreter der Partnergemeinden nahmen an der Aussendungsfeier ebenso teil wie Dave Rose. Rose ist Amerikaner, lebt in Deutschland und ist bei der Allianz-Mission zuständig für die Philippinen.

Die Allianz-Mission wurde 1889 gegründet. Zu Beginn arbeitete sie nur in China, mittlerweile ist sie in 20 Ländern mit insgesamt über 150 Mitarbeitern tätig. Sie ist die Auslandsmission der Freien evangelischen Gemeinden. Ihre Geschäftsstelle befindet sich in Ewersbach.

1983 entsandte die Allianz-Mission ihre ersten Missionare auf die Philippinen. Sie arbeiten dort mit der Mission der Evangelical Free Church of America zusammen, die seit 1951 dort tätig ist. Regionaler Schwerpunkt der Arbeit ist die Insel Luzon mit der Hauptstadt Manila.

Die Missionare versuchen, der Not der Philippinos ganzheitlich zu begegnen. Das heißt, sie haben das geistliche und das körperliche Wohl der Menschen im Blick. Deshalb engagieren sie sich sowohl im Bereich der Verkündigung des Evangeliums als auch in sozial-diakonischen Projekten. Einige Missionare sind in der Gemeindegründungsarbeit in Manila tätig. Einen Schwerpunkt bildet die Arbeit unter der sozial schwachen Bevölkerung der Zwölf-Millionen-Stadt. Viele Menschen leben auf engstem Raum in kleinen Bretterhütten am Rande oder unterhalb der Armutsgrenze.

Neben der Gemeindearbeit ist die theologische Ausbildung von Bedeutung. Missionare der Allianz-Mission halfen beim Aufbau einer Bibelschule und sind im theologischen Lehrdienst engagiert.

Über einen Stipendienfond kann durch Übernahme einer Patenschaft armen Studenten eine theologische Ausbildung ermöglicht werden. Die Kinder, die die Kindertagesstätten besuchen, kommen meist aus armen Verhältnissen. Etliche sind unterernährt. Durch ein Vorschulprogramm wird den Kindern ein besserer Start ins Leben ermöglicht. Auch besteht ein intensives Betreuungsverhältnis zu den Eltern der Kinder. Unterernährte Kinder bekommen zusätzlich gesundheitliche Hilfe durch die regelmäßige Gabe von Milch und Vitaminen. Weitere Schwerpunkte sind Ausbildung von Gesundheitshelfern, Kurse zu wichtigen Themen, wie Ernährung, Hygiene und Erste Hilfe.

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