In der Liebfrauenkirche ist die chinesische Lautenspielerin Yang Jing zu Gast

Fremde Märchen und Klänge

Chinesische Saitenmusik: Mit zauberhaften Klängen auf ihrer Pipa wird die weltberühmte Künstlerin Yang Jing am 27. März in der Frankenberger Liebfrauenkirche zu hören sein. Foto:  nh

Frankenberg. Das Frühjahrsthema „Fremd“, das in diesen Wochen als Leitmotiv Gottesdienstinhalte und Kirchenmusik an der Frankenberger Liebfrauenkirche bestimmt, wird am Samstag, 27. März, ab 19 Uhr in ein ganz außergewöhnliches Wort- und Klangerlebnis umgesetzt: Kantor Marc Neufeld hat einen Abend „Das Fremde im Märchen“ mit Musik auf der chinesischen Laute, der „Pipa“, vorbereitet.

Marianne Wenger aus Schaffhausen wird in der Liebfrauenkirche frei und in dichter Atmosphäre Märchen für Erwachsene erzählen, kommentiert und interpunktiert durch Improvisationen auf einem einzigartigen Saiteninstrument. Gespielt wird es von der weltberühmten Pipa-Meisterin Yang Jing, die in Luzern lebt, derzeit aber Solistin an der Heidelberger Oper ist.

Yang Jing zählt zu den bemerkenswertesten chinesischen Musikerinnen der Gegenwart. Sie ist eine herausragende Virtuosin auf der traditionsreichen chinesischen Laute Pipa und zugleich Komponistin, die bereits zahlreiche neue Werke für ihr eigenes Instrument, aber auch für verschiedene Ensembles geschrieben hat.

Schon mit 13 Jahren spielte sie im Orchester der Henan-Oper, studierte Pipa und Komposition am Konservatorium in Shanghai und avancierte 1986 zur Solistin im chinesischen Nationalorchester, dem sie zwölf Jahre treu blieb. Seit 1997 vervollkommnet sie sich als Komponistin in Japan bei Minoru Miki.

Früh erntete Yang Jing die höchsten nationalen Auszeichnungen, unter anderem bereits zum Ende ihres Hochschulstudiums für die Komposition und Interpretation von zwei neuen, Maßstäbe setzenden Pipa-Werken: „Jiu Lian Yu/Neun Jadeketten“ und „Pin Su/Enthüllung“. Schon 1992 wurde Yang Jing ins „Who is Who“ der chinesischen Kunst aufgenommen. Im Jahre 2001 bezeichnete sie die Zeitung „China Daily“ als das „Rückgrat der heutigen chinesischen Musik“ (zve)

Quelle: HNA

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