Versammlung in Bromskirchen

Frese sieht Dorfladen auf gutem Weg

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Wahlleiter Karl-Friedrich Geldbach (Mitte) gratulierte Karl-Friedrich Frese (links) und Winfried Schröder zur Wiederwahl.

Bromskirchen - Der alte Vorstand des Dorfladenvereins ist auch der neue. Finanziell befindet sich das Geschäft auf einem guten Weg.

Nur wenige Mitglieder des Dorfladenvereins fanden am Mittwoch den Weg in die „Rathausschänke“ zur Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende, Bürgermeister Karl-Friedrich Frese, blickte auf das vergangene Jahr zurück.

„Die wirtschaftliche Situation hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert“, sagte Frese. Aber noch seien Defizite aus dem Jahr 2011 auszugleichen.

Am alten Standort „Unterm Stein“ hätte der Dorfladen keine Zukunft gehabt, stellte Frese fest. Am neuen Standort im einstigen Schlecker-Markt zentral an der Hauptstraße könne der Verein mit mehr Verkaufsfläche und einem erweiterten Sortiment endlich beginnen, die entstanden Verbindlichkeiten auszugleichen.

Nach wie vor seien die heimischen Vereine eine tragende Säule des Dorfladens. Die Akzeptanz der Bromskirchener könne besser sein, sagte Frese. Es sei wünschenswert, wenn Einwohner auch ihren Großeinkauf im Dorfladen erledigten. Schließlich war der Verein gegründet worden, um im Dorf wieder eine Möglichkeit der Nahversorgung zu schaffen und damit die Infrastruktur gerade für Ältere zu verbessern. Doch viele kauften nur, was sie im Discounter vergessen hätten.

Das Bromskirchener Projekt hat bereits überörtliche Bekanntheit erlangt. So ist der Verein wie berichtet von der hessischen Staatskanzlei als ehrenamtliche „Initiative des Monats August“ ausgezeichnet worden. Dennoch gehe es nicht ohne die ehrenamtliche Mitarbeit, betonte Frese und dankte besonders seiner Frau Regine Frese für deren großen Einsatz.

Die „rote Null“ steht

Die wirtschaftliche Situation des Ladens hat sich laut Frese im Vergleich zum Jahr 2011 verbessert. Damals verzeichnete der Laden einen Verlust von 4100 Euro. Der reduzierte sich im Geschäftsjahr 2012 auf einen Verlust von 93,55 Euro. „Die rote Null“ sei erreicht, sagte Frese und bedankte sich bei Barbara Kümmel vom Steuerbüro Czeczatka, Werner & Partner für deren Unterstützung bei finanziellen und steuerlichen Fragen. Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation habe auch die beim Umzug neu geschaffene Fleischtheke beigetragen, die von der Metzgerei Klotz aus Burgwald beliefert wird.

Für Diskussionsstoff sorgten am Abend zwei Anträge aus der Mitgliederschaft, in denen die Rückzahlung des einmaligen Mitgliedsbeitrages gefordert wurde. Den Anträgen könne der Verein nicht zustimmen, da es zum einen die finanzielle Situation nicht zulasse und zum anderen ein „Dominoeffekt“ befürchtet werde, antwortete der Vorstand.

In einem Beschluss hielten die Mitglieder fest, dass zu gegebener Zeit eine Möglichkeit gefunden wird, die Mitglieder am Gewinn teilhaben zu lassen - , wenn die finanzielle Situation des Vereins es zulasse.

Vorstand wiedergewählt

Wenig kompliziert gestalteten sich die Vorstandswahlen. Bürgermeister Karl-Friedrich Frese bleibt der Vorsitzende. Auch sein Stellvertreter Jens Hoppe und Schatzmeister Winfried Schröder wurden einstimmig wiedergewählt. Zum Abschluss der Versammlung stellte Frese fest, dass diese Amtszeit aus jetziger Sicht die Letzte sei. „Es macht viel Arbeit“, sagte er. Der Verein müsse sich darum bemühen neue Köpfe zu finden.

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