Rudolf Chartschenko verabschiedet

Freunde der Quernst: Björn Brede ist neuer Vorsitzender

Freunde der Quernst: (hinten von links) Günter Schade und Pfarrer Harald Wahl (rechts) verabschiedeten Rudolf Chartschenko als Vereinsvorsitzenden und begrüßten Bürgermeister Björn Brede als seinen Nachfolger. Fotos: Battefeld

Frankenau. Munteres Vogelgezwitscher, frisches Grün und ein herrlicher Ausblick: Der Quernst-Hügel bot am Himmelfahrtstag optimale Bedingungen für einen Gottesdienst im Freien - und es war zugleich die passende Kulisse zur Verabschiedung von Rudolf Chartschenko.

Chartschenko hat sechs Jahre als Vorsitzender die Geschicke des Vereins „Freunde der Quernst" geleitet und viel dazu beigetragen, dass die Kapelle zur Pilgerstätte geworden ist.

Gleichzeitig wurde Björn Brede als neuer Vereinsvorsitzender offiziell vorgestellt.

„Er hat seine Arbeit treu und redlich gemacht“, lobte Pfarrer Harald Wahl in seiner Laudatio auf den ehemaligen Vereinsvorsitzenden und Gründungsmitglied Chartschenko und überreichte ihm als Abschiedsgeschenk ein gerahmtes Foto der Kapelle. Chartschenko habe viele Ideen gehabt, durch die der Erhalt des Hügels als Dauerpilgerstätte gewahrt worden sei und habe auch immer auf den damit verbundenen Bildungsauftrag hingewiesen.

„Ohne die Freunde der Quernst wären wir heute nicht hier. Ohne die Freunde der Quernst wäre hier nichts“, betonte der Pfarrer.

Schöne Töne: Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Frankenauer Posaunenchor.

Er habe das Amt mit großer Freude ausgeübt und wünsche seinem Nachfolger Björn Brede allzeit eine gute Hand, sagte Rudolf Chartschenko. „Wir sollten dankbar sein, dass wir an unserer Kapelle an historischem Standort die Landschaft genießen können“, betonte der ehemalige Nationalpark-Revierleiter und bezeichnete die Quernst als Schnittstelle, wo einsetzende Wildnis und Kulturstätte zusammen kämen. „Unsere Vorfahren vor fast 1000 Jahren haben schon bewusst diesen Standort gewählt“, so der 69-Jährige.

„Das sind große Fußstapfen“, in die er trete, sagte sein Amtsnachfolger Björn Brede. Die Quernst sei ein ganz besonderer Ort für ihn. „Bevor ich überhaupt wusste, dass in Frankenau eine Bürgermeisterstelle ausgeschrieben ist, war ich schon hier oben“, so Brede und kündigte an: „Wir wollen die Wirkung dieser schönen Kapelle auch weiterhin in die Welt tragen“. Der Verein der Freunde der Quernst habe Großes vor und wolle im nächsten Jahr das zehnjährige Bestehen der Kapelle feiern. Auch Brede erhielt ein Foto der Quernst-Kapelle und gute Wünsche für sein neues Vorstandsamt.

Er sei zuversichtlich, dass Brede das „schwere Erbe“ Chartschenkos erfolgreich meistere, sagte Pfarrer Wahl.

Die Predigt des Himmelfahrts Gottesdienstes, der vom Posaunenchor Frankenau unter Leitung von Hermann Bischoff umrahmt wurde, hatte Pfarrerin Henriette Quapp-Wahl „dem Himmel gewidmet“, wie Rudolf Chartschenko erfreut anmerkte. „Auch hier auf der Quernst - mitten in der Natur - ist ein Ort, wo sich die Menschen Gott sehr nahe fühlen“, sagte die Pfarrerin.

Der nächste Gottesdienst auf der Quernst ist am 5. Juli um 11 Uhr. „Dann findet ein Kirchenkreis Kindergottesdienst hier statt“, Henriette Quapp-Wahl an. (bs)

Quelle: HNA

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