Konzert im Kloster Haina – Messvertonungen und nachdenkliche Harfenmusik

Frieden ist das Thema

Chorgemeinschaft der Stiftsschule St. Johann Amöneburg: Sie gestaltet das Konzert im Kloster Haina am kommenden Sonntag. Foto: nh

Haina-Kloster. Ein Friedenskonzert findet am Sonntag, 11. September, ab 17 Uhr in der Veranstaltungsreihe Konzerte im Kloster Haina statt. Am zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 stellt die Chorgemeinschaft der Stiftsschule St. Johann Amöneburg die Bitte um den Frieden sowie das Gedenken an die Opfer von Terrorismus, Krieg und Gewalt in den Mittelpunkt ihres Chorkonzertes.

Zunächst erklingt eine vom Komponisten Karl Jenkins selbst auf die Messsätze der Liturgie verkürzte Choralfassung der umfangreichen Komposition „The Armed Man“ (Der bewaffnete Mann). Das Werk ist das Ergebnis eines Auftrags zur Jahrtausendwende, ausgesprochen vom britischen königlichen Waffenmuseum. Zugleich ist es die jüngste in einer sechs Jahrhunderte währenden Tradition von „Armed Man“-Messvertonungen, die das französische Lied „L’homme armé“ aus dem 15. Jahrhundert zum Ausgangspunkt nehmen.

Der Leiter des Waffenmuseums sagte, das Thema, dass „der Mann in Waffen gefürchtet werden muss, worum es ja in diesem alten Lied geht, muss als schmerzvoll aktuell im 20. Jahrhundert betrachtet werden, und so entstand die Idee, einen Auftrag für eine zeitgemäße Messe „The Armed Man“ zu vergeben. “

Der Komponist Karl Jenkins zählt zu den bedeutendsten britischen Komponisten. Sein musikalischer Ausgangspunkt war der Jazz, später komponierte er vor allem Werbemusik und wurde weltweit bekannt durch die „Adiemus-Kompositionen“. Seit zehn Jahren widmet er sich vor allem der geistlichen Chormusik.

„The Armed Man“ wurde unter dem Eindruck des Kosovo-Konflikts komponiert und ist den Opfern gewidmet. Es entstand „ein bewegendes und doch leicht zugängliches Werk, das bewusst traditionelle Mittel verwendet“, heißt es in der Ankündigung.

Als Kontrast wird die „Ethno Mass for Peace“ von Lorenz Maierhofer erklingen. Durch die Verwendung afrikanischer, afroamerikanischer und indianischer Spirituals und Gospels erklingt eine hoffnungsfrohe und völkerverbindende Friedensbotschaft. Maierhofer verbindet christliche Glaubenssätze und spirituelle Botschaften mit ausgewählten Zitaten „großer Persönlichkeiten“ des Friedens wie Martin Luther King, Mutter Theresa, Nelson Mandela u.a.

Zwischen diesen beiden Chorwerken wird die Harfenistin Sophia Ried für ruhige und nachdenkliche Musik sorgen.

Es treten auf: die Chorgemeinschaft der Stiftsschule St. Johann, der Pianist David Feldpausch, die Solistinnen Ines Laubersheimer und Judika Tschammer, die Harfenistin Sophia Ried sowie der Sprecher Franjo Lichtinghagen. Die Gesamtleitung hat Jürgen Pöschl. (nh/mab)

Quelle: HNA

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