Friedrichshäuser will Honigbiene züchten, die gegen Varroamilbe resistent ist

Gesunde Biene – guter Honig: Berufsimker Matthias Engel neben der Schleuder, in der Honig seiner Bienen entsteht. Foto:  Lischper

Friedrichshausen. Sie gehört zur Imkerei wie der Honig zur Biene: die Varroamilbe. Der aggressive Parasit bedroht die Bienenvölker – und damit die Existenz der Imker. Matthias Engel, Absolvent der Uni Kassel und selbst Imker, will das ändern.

In einem neuartigen Verfahren will er Bienen züchten, die gegen die Varroamilbe resistent sind. Gefördert wird sein Projekt über das Gründer-Stipendium „Exist“, das Studenten und Wissenschaftler bei der Umsetzung von innovativen Geschäftsideen unterstützt.

Engel arbeitet im Frankenberger Stadtteil Friedrichshausen als Imker und weiß, welche Schwierigkeiten die Milbe für die Bienenzucht bedeutet. Die Varroamilbe ist ein Parasit, der sich im Bienenstock vermehrt. „Die Milbe schwächt die Bienen, und das wirkt sich auf die Honigproduktion aus“, sagt Engel, der in Witzenhausen Ökologische Agrarwissenschaften studiert hat.

Zwar ist die Varroa-Bekämpfung mit Medikamenten möglich. „Milbenfreie Bienen sind aber unnatürlich. Ich will eine Biene züchten, die keine Medikamente mehr braucht und guten Honig produziert“, sagt der 25-Jährige, der insgesamt 150 Bienenvölker hat. Um ein resistentes Bienenvolk zu bekommen, kombiniert Engel zwei herkömmliche Zuchtverfahren. Er spricht von einer „Mondscheinpoolbegattung“. Dabei spielen der Zeitpunkt der Paarung und die Auswahl der Bienenvölker eine Rolle.

 

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Quelle: HNA

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