Ex-Krankenschwester war verurteilt worden

Frühchen in Marburg vergiftet: Revision gegen lebenslange Haftstrafe

ARCHIV - 15.02.2019, Sachsen, Leipzig: Im Perinatalzentrum vom Universitätsklinikum wird ein zu klein und zu früh geborenes Kind im Inkubator betreut. (Zu dpa ""Autor Fitzek: Mein Sohn Felix wog so viel wie eine Packung Milch") Foto: Waltraud Grubitzsch/zb/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Eine Krankenschwester wurde verurteilt in Marburg Frühchen vergiftet zu haben - jetzt legte die Verteidigung Revision ein.

Nach der Verurteilung einer früheren Marburger Frühchen-Krankenschwester zu lebenslanger Haft hat die Verteidigung Revision eingelegt. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts Marburg mit.

Marburg – Damit muss sich nun der Bundesgerichtshof in Karlsruhe mit dem Fall befassen. Zuvor hatte darüber die "Oberhessische Presse" berichtet. 

Die 30 Jahre alte Deutsche war in der vergangenen Woche unter anderem wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. 

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Angeklagte drei Babys auf der Frühchenstation der Marburger Uni-Klinik zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 nicht ärztlich verordnete und medizinisch notwendige Beruhigungs- und Narkosemittel gegeben hatte. 

Dadurch gerieten die Kinder teils in Lebensgefahr. Ein Baby starb später - ein Zusammenhang mit den Taten der Krankenschwester wurde aber nicht nachgewiesen. Die Frau hatte zu den Vorwürfen geschwiegen. (dpa)

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