Früher in die Ferien: Es droht ein Bußgeld

Waldeck-Frankenberg. Ein paar Tage früher mit den Kindern in den Urlaub fahren, nur um Staus zu entgehen und teure Ferienangebote zu meiden – diesem Vorhaben machen Schulen einen Strich durch die Rechnung. Das ergab eine Umfrage der HNA.

„Wenn Eltern das beantragen, genehmige ich es nicht. Urlaubsreisen sind kein hinreichender Grund“, sagt Stefan Hermes, Leiter der Edertalschule Frankenberg. Er erlaube schulfreie Tage nur bei Familienfeiern im Ausland oder bei Bildungsreisen, die mit dem Lehrplan verbunden seien.

„Eine Unterrichtsbefreiung ist vor und nach den Ferien nur aus gewichtigen Gründen möglich, nicht aber, um preiswerter in den Urlaub fahren zu können“, sagt Doris Braun-Grimmelbein, stellvertretende Leiterin des Schulamtes Fritzlar. „Bei unentschuldigtem Fehlen können pro Kind und Tag Bußgelder verhängt werden.“

Hessische Schulämter ahnden das Schwänzen mit 100 Euro, ab sechs Fehltagen mit 150 Euro. Sollte ein Kind, das nicht beurlaubt war, vor oder nach den Ferien fehlen, muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden.

Was Schulleiter zu diesem Thema sagen, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine/HNA Waldeckische Allgemeine.

Quelle: HNA

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