Auch wenn das Wetter am Wochenende schlechter wurde, ist die Natur längst erwacht

Frühstart des Frühlings

Deutliche Anzeichen für den Frühling im Frankenberger Land: (von links oben im Uhrzeigersinn) Ein Goldstern an der Eder, Grasfrösche im Nuhnetal, eine Hummel auf einer weißen Pestwurz und ein blühender Baum in Frankenberg. Fotos:  Kalden

Waldeck-Frankenberg. Als am Donnerstag, 20. März „Frühlingsanfang“ im Kalender stand, waren es in Frankenberg tags plus 21 Grad Celsius unter einem sonnigen Himmel. Straßencafés waren gefüllt und die Natur war soweit fortgeschritten wie bisher noch nie in einem März.

Blühende Vorgärten und Frühblüher in Feld und Wald, Vogelgesang und beginnende Brutzeit bei einigen Vogelarten kennzeichneten diesen März in den tieferen Lagen des Kreises. Aus Südhessen wurde ein so früher Beginn der Spargelernte gemeldet, wie ihn Spargelbauern noch nie erlebt hatten.

Vor einem Jahr schneite es

Nach privaten Aufzeichnungen schneite es im vergangenen Jahr am Frühlingsanfang in Frankenberg anhaltend bei Temperaturen nahe des Gefrierpunktes. Ein milder Winter 2013/14, wolkenlose, warme Tage vom 11. bis 14. März und der schöne Frühlingsanfang brachten die Natur in diesem Jahr nun auf Trab. Höckerschwäne paarten sich im Edertal bei Frankenberg 14 Tage früher als 2013. Kraniche, Feldlerchen und Rotmilane, zum Beispiel, kehrten außergewöhnlich früh aus den Süden zurück. Am 21. März mischte sich sogar schon sehr früh der aus dem Süden zurückgekehrte Zilpzalp bei Schreufa in das Vogelkonzert von Singdrossel, Amsel, Rotkehlchen, Buchfink und anderen ein. Erste Schmetterlinge wie der Zitronenfalter und der Kleine Fuchs waren bereits unterwegs. Bienen und Hummeln suchten Blüten wie die der Weißen Pestwurz auf. Im Nuhnetal bei Schreufa fanden sich in einem Gewässer zahlreiche Grasfrösche auf ihren Laichballen ein.

Märzenbecher standen schon vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn bei Löhlbach in voller Blüte, Goldsterne am Ufer der Eder, Scharbockskraut und Huflattich schmückten mit ihren gelben Blüten Wegränder, neben anderen erblühten sogar schon erste Löwenzähne, Weidenkätzchen standen auch schon vor dem 20. März in voller Blüte. Sogar schlehenartige Bäume hatten zum Frühlingsanfang ihr weißes Blütenkleid am Finsterbach in Frankenberg angelegt.

Auch, wenn es bereits am 21. März eine Wetterverschlechterung gab, das Erwachen in der Natur ist nicht mehr aufzuhalten. (zqa)

Die aktuellen Aussichten gibt’s auf www.hna.de/wetter

Von Gerhard Kalden

Quelle: HNA

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