Verein plant Burgenführer

Führer durch Hatzfelder Geschichte

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Blick auf die Reste der Hatzfelder Burg. Seit 25 Jahren kümmert sich der Verein für Burg- und Heimatgeschichte mit großem Engagement um die Erhaltung und Restaurierung.Foto: Frank Feisel

Hatzfeld - Die Historie Hatzfelds ist interessant und beeindruckt immer wieder auch Urlauber. Vor allem die Burgruine lockt Menschen aus ganz Deutschland. Ein Burgenführer in Papierform soll Wissenswertes über das Adelsgeschlecht und alte Mauern beeinhalten.

Der zweite Vorsitzende Heinz Schreiner hatte die Idee zu der Broschüre. Historiker Dr. Jens Friedhoff wird das Heft erstellen: Der Historiker hat über das Grafengeschlecht von Hatzfeld promoviert und ist selbst Mitglied im Verein für Burg- und Heimatgeschichte. Friedhoff hat bereits ähnliche Führer über andere Burgen veröffentlicht. Er ist Mitarbeiter des europäischen Burgeninstituts.

Das Heft soll über die Hatzfelder Geschichte informieren. Vor allem die Burg sei Zugpferd, berichtet der Vereinsvorsitzende Harald Gross stolz: „Da oben parken regelmäßig Autos mit auswärtigen Kennzeichen.“ Unter anderem der Trend des Geo-Cachings habe dazu beigetragen, denn ein solches Caching-Ziel befindet sich auf dem Burgberg. Ein genauer Erscheinungstermin steht noch nicht fest: „Irgendwann im Lauf des Jahres“, sagt Harald Gross. Derzeit wird geprüft, ob auch eine kleinere Auflage als 1000 Stück möglich ist, um die Kosten möglichst gering zu halten.

Derzeit schreibt der Verein mögliche Spender an. Auch der Gewinn des Kulturpreises des Landkreises im vergangenen Jahr, der mit 1000 Euro dotiert war, fließt in die Finanzierung. Neben Hintergründen zur Burg soll es in der farbige Broschüre unter anderem auch um die Stadtgeschichte, die vier Kirchen, die Familie von Hatzfeldt und das Bürogebäude des Reddighäuser Hammers gehen, das früher in Hatzfeld stand. Aus der Sicht von Harald Gross und Heinz Schreiner ist das Heft die wahrscheinlich wissenschaftlich fundierteste Zusammenfassung zur Stadtgeschichte. „Das wird gelesen“, ist Harald Gross sicher.

Der Burgverein besteht seit 25 Jahren und hat sich zur Aufgabe gemacht, die Burganlage über Hatzfeld zu pflegen. Die Mitglieder restaurieren in kleinen Schritten alte Gemäuer und rücken das Gelände mit Veranstaltungen wie dem jährlichen Burggottesdienst ins Bewusstsein. Es geht dem Verein aber auch um das ganze Gelände.

Deshalb stutzen die Mitglieder derzeit den Scheitelwald. Geplant ist auch, Bäume am Burgberg zurückzuschneiden, um eine bessere Aussicht von der Burg auf die Stadt zu ermöglichen. Der Waldlehrpfad soll in Kürze in den Bereich des ehemaligen Vogellehrpfads verlegt werden. Hinweisschilder werden erneuert. Der Verein arbeitet teilweise mit anderen Gruppen wie NABU und Verkehrsverein zusammen. Geplant ist auch die Neugestaltung des Kräutergartens. (da)

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