Führerschein-Test: HNA-Volontär testet sein Fahrverhalten

+
Rechts vor links: Benjamin Kling (vorne) mit Fahrlehrer Otto Kniefeld kurz vor der ersten „Fahrstunde“ nach zehn Jahren.

Frankenberg . Seit dem 19. Januar ist der Führerschein nicht mehr unendlich lange gültig, sondern muss nach 15 Jahren zwar nicht neu bestanden, aber neu beantragt werden. Dies hat HNA-Volontär Benjamin Kling zum Anlass genommen bei einer Fahrschule seine eigene Fahrtüchtigkeit erneut zu testen.

Erst mal den Motor abgewürgt. Das fängt ja gut an. Gleich zu Beginn meiner nachgestellten praktischen Fahrprüfung säuft mir das Fahrschulauto beim Anfahren an einer Ampel ab. „Super Anfang.“ Beim Blick in den Rückspiegel male ich mir aus, was die Autofahrer hinter mir wohl denken. Wahrscheinlich „Typisch Fahrschüler“ oder „Immer diese Fahranfänger“.

In Wahrheit habe ich aber schon seit zehn Jahren meinen Führerschein. Bei meiner Fahrt in einem Fahrschulauto handelt es sich um einen Selbstversuch. Ich will testen, ob ich nach zehn Jahren die Führerscheinprüfung noch bestehen würde.

Viele Autofahrer glauben, dass sie noch genau so fahren, wie sie es in der Fahrschule beigebracht bekommen haben. Wie es bei mir aussieht, wird sich zeigen. Nach meinem schlechten Abschneiden in der theoretischen Prüfung hoffe ich, wenigstens in der nachgestellten Praxisfahrstunde meine Ehre wieder herstellen zu können.

Ans fremde Auto gewöhnen

Als ich das Auto aber gleich an der ersten Ampel abwürge, ist meine Zuversicht dahin. Doch Fahrlehrer Otto Kniefeld von der Fahrschule FKB spricht mir Mut zu und sagt, dass ich mich erst an das fremde Auto gewöhnen müsse. Danach lotst er mich in die Frankenberger Innenstadt. Trotz meiner zehnjährigen Erfahrung hinterm Steuer fühle ich mich wieder in die Zeit meiner Fahrprüfung zurückversetzt.

Jede Kurve ist ein potenzieller Gefahrenherd und jedes Abbiegen bedeutet Blicke in Innenspiegel, Außenspiegel und über die Schulter. So wie man es gelernt hat und immer machen sollte. Zugegeben, durch die Anwesenheit eines Fahrlehrers fahre ich etwas aufmerksamer als sonst.

Mehr lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeinen.

Von Benjamin Kling

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare