Großübung der Burgwalder Feuerwehren

Aus fünf Rohren bis zu 1800 Liter Wasser

„Wasser marsch“ hieß es schon wenige Minuten nach dem Sirenenalarm bei der Großübung aller Burgwalder Feuerwehren am Samstagabend. Fotos: Frank Seumer

Burgwald-Ernsthausen - Sirenen heulten am Samstagabend in allen fünf Burgwalder Ortsteilen: Die Feuerwehren rückten zu einer Großübung an die Ernsthäuser Nikolausmühle aus.

„Scheunenbrand an der Nikolausmühle im Senkelbachtal“, so lautete die Alarmierung. Doch Qualm stieg keiner auf, die Löschwasserversorgung bildete die Herausforderung für die Feuerwehren.

Fünf Minuten nach dem Sirenenalarm waren die Ernsthäuser Brandschützer vor Ort. Sie sorgten in Minutenschnelle mit ihrem Löschfahrzeug und 600 Liter Wasser im Tank für die Erstbekämpfung des angenommenen Feuers. Die Einsatzleitung übernahm der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Dirk Engel aus Ernsthausen.

Die Mitglieder der Wiesenfelder Wehr errichteten eine Wasserentnahmestelle am Senkelbach unterhalb der Mühle, indem sie das Gewässer mit einem Brett stauten. Doch die Wassermenge reichte nicht für insgesamt fünf Strahlrohre. Burgwalder, Bottendorfer und Birkenbringhäuser verlegten eine rund 500 Meter lange Schlauchleitung talaufwärts. Oberhalb des Christborns pumpten sie weiteres Löschwasser aus dem Senkelbach. Die Birkenbringhäuser kümmerten sich mit ihrer Pumpe um eine zweite Wasserentnahme. Die Bottendorfer sorgten unterwegs mit ihrer Pumpe für die Wasserfortleitung. 1100 Liter pro Minute flossen aus drei C- und zwei B-Rohren auf die Dächer der Scheune, nach Abnahme der Mundstücke waren es sogar 1800 Liter.

Nach rund 50 Minuten war die Übung beendet. Gemeindebrandinspektor Francesco Ayora-Escandell und der Ernsthäuser Wehrführer Carsten Engel zogen eine zufriedene Bilanz. Rund 50 Feuerwehrmänner und -frauen waren im Übungseinsatz. Es war bereits die zweite gemeinsame Übung der Burgwalder Wehren in diesem Jahr.

Bürgermeister Lothar Koch verfolgte die Großübung und lobte die gute Zusammenarbeit aller fünf Burgwalder Wehren. Für den Abend luden die Ernsthäuser Feuerwehr und der Radsportverein zu einem Dämmerschoppen ein.

Von Frank Seumer

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