Oberes Edertal

Fusion von Battenberg und Hatzfeld

- Battenberg-Dodenau (rou). Die Städte Battenberg und Hatzfeld sollen im Jahr 2014 zu einer Großgemeinde verschmelzen. Dies sieht ein Konzept vor, dass die Bürgermeister Heinfried Horsel und Uwe Ermisch am Dienstag präsentiert haben.

Einen gemeinsamen Abwasserverband haben sie bereits gegründet, mit Allendorf und Bromskirchen bilden die Städte Hatzfeld und Battenberg einen Kommunalen Dienstleistungsverbund, und ihre historische Wurzeln haben die zwei Kommunen im oberen Edertal ohnehin im früheren Amt Battenberg. Nach den Vorstellungen der beiden Bürgermeister könnte in vier Jahren der nächste Schritt folgen: die Fusion der beiden Städte. „Doch ob es so kommt, darüber müssen sich andere Gedanken machen“, sagt Battenbergs Bürgermeister Heinfried Horsel.

In den Magistraten und Stadtverordnetenversammlung ist der Fusionsgedanke noch nicht besprochen worden. „Wir verstehen uns als Vordenker und haben die Zukunft der beiden Städte beleuchtet.“ Bewusst sei die Fusion noch nicht in den städtischen Gremien diskutiert worden. Zu groß sei die Gefahr eines „frühzeitigen Zerredes“ der Idee. „Unsere Überlegungen und Vorschläge verstehen wir als ein Angebot oder eine Aufforderung an die ehrenamtlich tätigen Kommunalpolitiker in Hatzfeld und Battenberg, über unsere gemeinsame Zukunft nachzudenken“, heißt es in dem Strategiepapier.

Entstanden sei das Konzept samt Zeitplan bei einer Klausurtagung der Verwaltungschefs im Mai in Reddighausen. Und sie seien sich einig, dass in einer Fusion der beiden Kommunen eine historische Chance liege, „einen neuen Weg miteinander zu beschreiten“: und dies nicht nur vor dem Hintergrund stets knapper werdender Kassen. In beiden Städten stehen personelle Umbrüche bevor. Hatzfelds Bürgermeister Uwe Ermisch will für eine weitere Amtszeit nicht mehr kandidieren. Zum 1. Mai 2013 müsste somit ein neuer Verwaltungschef gewählt werden. Anderthalb Jahre später endet die Legislaturperiode von Battenbergs Bürgermeister Heinfried Horsel. Über seine Planungen schweigt er sich noch aus.

Nach Abschluss eines Grenzänderungsvertrages im Jahr 2014 könnten jedenfalls ein gemeinsamer Bürgermeister und ein gemeinsames Parlament gewählt werden. Noch keine Vorschläge machen Ermisch und Horsel für einen möglichen Namen der neuen Großgemeinde und den Sitz der Hauptverwaltung. Fest steht für sie allerdings, dass für die Bürger beider Städte keine „längeren Wege“ entstehen sollen. Langfristig schwebt beiden nur noch eine Großkommune im oberen Edertal vor. Auch die Gemeinden Bromskirchen und Allendorf (Eder) seien herzlich eingeladen, diesen eventuellen neuen Weg mitzugehen.

Doch zunächst hoffen Ermisch und Horsel auf eine sachliche Auseinandersetzung mit ihrem Zukunftspapier. „Es soll keine Hauruck-Aktion werden“, betont Horsel. Als sinnvollen Weg schlagen sie deshalb vor, dass die im März 2011 neu gewählten Parlamente eine städteübergreifende Kommission bilden, um das Zusammenwachsen zu planen und erforderliche Grundsatzbeschlüsse zu fassen. „Wir sollten jetzt nicht nach Gründen suchen, warum wir nicht fusionieren sollten. Wenn wir den Zusammenschluss wollen, dann wird es auch einen Weg dahin geben“, sagt Horsel.

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