Idee gab's schon vor Jahrzehnten

Verwaltungsfusion im Oberen Edertal wird am Mittwoch beschlossen

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Quo vadis?: Ein Blick ins HNA-Archiv zeigt, dass im Oberen Edertal schon seit Jahrzehnten über Interkommunale Zusammenarbeit, das Mittelzentrum und Fusionen diskutiert wird.

Oberes Edertal. In Allendorf passiert am Abend des 21. Mai Historisches: Die Gemeindevertreter von Allendorf und Bromskirchen werden in ihrer gemeinsamen Sitzung die Zusammenlegung der beiden Gemeindeverwaltungen beschließen.

Auch wenn es keine Fusion der beiden Gemeinden ist, eine solche Verwaltungsgemeinschaft ist ein Novum in Hessen. Die Idee aber ist nicht neu.

Der Zusammenschluss der Städte und Gemeinden im Oberen Edertal zu einer Großgemeinde wurde und wird immer wieder diskutiert. Die HNA hat deshalb ins Archiv geschaut und gibt einen kleinen Rückblick, wie sich das Thema in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt hat.

Schon 1969 wurde über den Zusammenschluss der damals noch selbständigen Gemeinden Battenberg, Allendorf, Rennertehausen, Battenfeld, Berghofen und Laisa gesprochen. Die Battenberger Stadtverordneten hatten ihren Bürgermeister Robert Fingerhut beauftragt, das Thema mit seinen Kollegen aus den anderen fünf Orten zu diskutieren.

Und 1996, als die Großgemeinde Battenberg ihr 25-jähriges Bestehen feierte, griff der damalige und heutige Battenberger Stadtverordneten-Vorsteher Heinz-Günther Schneider die Idee der „großen Lösung“ wieder auf: „Wir stehen heute vor der Frage, ob nicht eine neue freiwillige Reform mit einer verwaltungsmäßigen Zusammenlegung des gesamten Oberen Edertals sinnvoll, wünschenswert und notwendig ist“, sagte Schneider in seiner Festansprache. „Jetzt sind die Kommunalpolitiker am Zuge, das, was zusammengehört, auch zusammenkommen zu lassen.“

Von Jörg Paulus

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Quelle: HNA

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