Wetterresistentes Tier auf der Flucht

Futterspur soll abtrünniges Känguru Clyde anlocken

+
Verlassen: Bonny (links) sitzt nun allein im neuen Gehege. Känguru-Mann Clyde ist weiter abtrünnig. 

Haina-Kloster. Das Benett-Känguru der tiergestützten Therapie von Vitos Haina, das vergangene Woche aus seinem Gehege ausgebüxt ist, ist nach wie vor auf freiem Fuß.

Doch das könnte sich bald ändern: Clyde hat den Kellerwald mittlerweile verlassen und hält sich seit dem Wochenende in der Nähe des Geländes auf. „Er ist auf dem Weg nach Hause“, sagt Krankenpfleger Hans-Willi Bornscheuer auf Anfrage unserer Zeitung.

Täglich legt Bornscheuer eine Futterspur aus Bananen, Äpfeln und Nüssen zum alten Gehege. Denn das neue, das die schwangere Kängurudame Bonny mit anderen Tieren am Freitag bezogen hat, kennt Clyde noch nicht. „Wir sind auf einem guten Weg, aber wie immer mit Tieren braucht es seine Zeit“, sagt Bornscheuer.

Generell sei Clydes Ausflug jedoch nicht allzu besorgniserregend: „Benett-Kängurus kommen aus dem tasmanischen Gebirge und sind robust, was das Wetter betrifft.“

Zudem sind sie sehr schnell, weswegen ihnen beispielsweise Marderhunde nichts anhaben können. „Ein Luchs könnte Clyde allerdings gefährlich werden“, sagt Bornscheuer.

Sollte Clyde nicht freiwillig in sein Gehege zurückkehren, ist demnächst eine Betäubung des Tieres mit dem Narkosegewehr oder einem Betäubungspfeil geplant. „Dafür müssen wir ihn allerdings zunächst lokalisieren.“

Bevor sein Nachwuchs zum ersten Mal aus dem Beutel guckt, was voraussichtlich im Januar oder Februar nächsten Jahres ist, sollte Clyde also längst wieder von seinem Abenteuer zurück sein.

Wem das Känguru in freier Wildbahn begegnet, der wird gebeten, sich bei Hans-Willi Bornscheuer unter Telefon: 0171/4198952 zu melden.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare