Battenberg

450 Gäste beim achten Neujahrsempfang

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- Battenberg (da). Rund 450 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Institutionen und Vereinen haben Donnerstagabend am Empfang in der Battenberger Burgberghalle teilgenommen.

Unter den Gästen waren Kommunalpolitiker, Unternehmensvertreter wie Klaus Gantner von der Firma Viessmann sowie Friedrich W. Jörn und Dieter Koch vom Eisenwerk Hasenclever, außerdem Landtagsabgeordneter Reinhard Kahl (SPD) sowie Landrat Reinhard Kubat. Die größte Zahl stellten ehrenamtlich tätige Vertreter der Vereine. Battenbergs Bürgermeister Heinfried Horsel und sein Allendorfer Kollege Claus Junghenn begrüßten die Besucher am Eingang per Handschlag.

Horsel verwies in seiner Rede auf die an Bedeutung gewinnende Zusammenarbeit von Allendorf, Battenberg, Bromskirchen und Hatzfeld: „An einer engen Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg geht kein Weg vorbei. Wenn wir als attraktive Region ‚Oberes Edertal‘ bestehen bleiben wollen, werden wir um neue kommunale Strukturen in der Zukunft nicht umhin können und es muss erlaubt sein, über die unterschiedlichen Varianten nachzudenken und die Vor- und Nachteile abzuwägen.“ Neue Überlegungen dürften nicht von vornherein zurückgewiesen werden, weil man gerne das Alte bewahren möchte. „Die Kirchturmpolitik bringt uns nicht weiter“, sagte Horsel und dachte dabei wohl auch an die Debatte um eine mögliche Fusion von Hatzfeld und Battenberg, die zum Teil zu heftigen Reaktionen geführt hatte (FZ berichtete).

Trotz düsterer Finanzperspektiven für die meisten Gemeinden habe man aber im Oberen Edertal Grund für Optimismus. „Wir sind ein dynamischer Wirtschaftsschwerpunkt und das Obere Edertal hat hohe Lebens- und Wohnqualität.“ Der demographische Wandel bringe aber Herausforderungen mit sich.

Der Kreis sei von politischen Skandalen nicht verschont geblieben, spielte Horsel auf Ex-Landrat Eichenlaub an. „So eine Affäre überlagert dann im politischen Bereich alles andere. Viele gute Leistungen und aufrichtiges Engagement in der Kommunalpolitik werden von der Bevölkerung möglicherweise gar nicht wahrgenommen.“ Er appellierte an die Gäste, sich weiterhin zu engagieren. „Sie leisten viel für unsere Gemeinschaft.“

Gastredner war in diesem Jahr Regierungspräsident Walter Lübcke. Auch er verwies auf die Wirtschaftskraft der Region. „Wir haben allen Grund zum Optimismus, die Ausgangslage ist für Nordhessen gut“, sagte er. Waldeck-Frankenberg weise nach Hersfeld-Rotenburg die beste Arbeitslosenzahl vor. Applaus erhielt er von Wirtschaftsvertretern für die Aussage „Wir brauchen eine Verbindung von Olpe nach Hattenbach“.

Das Obere Edertal biete „Einklang zwischen Arbeitsprozess und Natur“ sowie „viele Firmen mit hohem Innovationspotenzial“. Nordhessen sei auch bei der Bildung gut aufgestellt.

Battenbergs Pfarrer Holger Balzer wollte sich in diese optimistischen Reden nicht einreihen. „Kommt dieser Silberstreif am Horizont auch unten anß“, fragte er und verwies auf ständig steigende Kosten und auf immer mehr leer stehende Häuser in den Orten. „Was können wir tun, um junge Menschen hierzubehalten?“ Gemeinsam müsse man Lösungen „zum Wohle aller“ finden.

Das Jugendorchester des Battenberger Musikzugs unter der Leitung von Julian Materna umrahmte den Neujahrsempfang musikalisch.

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