Backhausfest in Allendorf (Hardtberg)

Gäste kommen sogar aus Münster

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Steffen Wickert bot beim Backhausfest in Allendorf/Hardtberg frisches Backhausbrot an, aber auch darüber hinaus gab es zahlreiche Angebote an den verschiedenen Ständen.Foto: Battefeld

Frankenau-Allendorf - Frisches Backhausbrot ist immer etwas Besonderes, doch beim Backhausfest in Allendorf/Hardtberg geht das Angebot weit darüber hinaus - und das zieht nicht nur Besucher aus der Region an.

Gregor Rosskopf, der extra aus Münster angereist war, war begeistert vom Backhausfest des Heimatvereins aus Allendorf/Hardtberg: „Das gefällt mir sehr gut hier“, sagte er. Er sei im Internet darauf aufmerksam geworden und dann kurzentschlossen losgefahren. „Das hat mich einfach interessiert“.

Auf große Resonanz ist das traditionell alle zwei Jahre stattfindende Backhausfest auch in der näheren Region gestoßen: Mehrere Hundert Besucher ließen sich Kesselfleisch, Pizza und Kuchen schmecken und das knusprige Backhausbrot war auch schnell vergriffen.

Neben dem kulinarischen Angebot gab es auch an den Verkaufsständen viel für die Besucher zu entdecken: Im Angebot waren Herbstgestecke, Honig, Kartoffel, Ton- und Schieferarbeiten sowie nützliches und dekoratives aus Stoff. „Dieses Mal haben wir fast nur Allendorfer, die einen Stand betreiben. Das ist schön für den Zusammenhalt hier im Ort und zeugt von der guten Gemeinschaft“, sagte der Vereinsvorsitzende Dirk Michel.

Von auswärts - genauer gesagt aus Homberg-Hülsa - waren lediglich Friedhelm und Rainer Krause angereist. Die beiden Brüder ließen sich beim Anfertigen von Holzrechen, Reisigbesen und Körbeflechten über die Schulter schauen. „Wir sind zum ersten mal hier beim Backhausfest vertreten“, sagte Friedhelm Krause. Auf großes Interesse stieß auch „Kräuterfrau“ Johanna Christmann, die mit den Besuchern in die Natur ging und dort über Brennnessel, Spitzwegerich und Schafgarbe informierte.

Für die jüngeren Besucher standen eine große Hüpfburg und Spiele bereit. Außerdem ließen sich einige Kinder schminken und bewiesen ihre Treffsicherheit beim Schießen mit einem Lichtgewehr.

„Wir haben die meisten Brote schon am Vortag gebacken und heute morgen noch mal kurz nachgebacken“, sagte Ortsvorsteher Dirk Michel, der alle Hände voll zu tun hatte, das Brot als Beilage für das Kesselfleisch zu portionieren und sich über den Besucherstrom freute. „Das war gleich heute Vormittag schon voll hier“, sagte er zufrieden. Begonnen habe das Backhausfest mit einem Kirchspielgottesdienst im Festzelt mit Pfarrer Heinrich Giugno, musikalisch begleitet vom Posaunenchor Frankenau und dem Ellershäuser Kirchenchor. „Wenn das Wetter mitspielt, wollen wir am 26. September unsere Kartoffeln im vereinseigenen Acker lesen“, kündigte Michel an. Anschließend sei ein gemütliches Beisammensein in der Feldscheune geplant. Das Backhaus werde am 13. November das nächste Mal angeheizt - zum Martinsbacken und zum Brotbacktag für Kinder. „Das Herbstfest findet am 27. November im Dorfmuseum statt“, berichtete Michel. (bs)

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