Bürgermeister überreichte Ehrenbrief des Landes an Helmut Schmidt aus Dodenau

Ein Gartenzwerg wird 80

Ehrenbrief des Landes zum 80. Geburtstag: Bürgermeister Heinfried Horsel (Zweiter von links) überreichte Helmut Schmidt am Montag in Dodenau den Ehrenbrief des Landes zum 80. Geburtstag. Weiter im Bild: Ortsvorsteher Wolfgang Stein (ganz links) und die beiden Söhne des Jubilars, Armin Schmidt (links) und Hans-Günther Schmidt (rechts). Foto: Hoffmeister

Dodenau. Den Ehrenbrief des Landes Hessen hat Bürgermeister Heinfried Horsel am Montag an den langjährigen Dodenauer Kommunalpolitiker, Tischtennisspieler und Gärtnermeister Helmut Schmidt überreicht. Schmidt vollendete gestern sein 80. Lebensjahr. Im Gepäck hatte Heinfried Horsel Glückwünsche von Ministerpräsident Volker Bouffier und Landrat Dr. Reinhard Kubat.

„Sie haben sich in besonderer Weise für Gemeinschaft eingebracht“, sagte Heinfried Horsel in seiner Laudatio und zählte eine lange Liste von Ehrenämtern auf. Angefangen bei Schmidts Tätigkeit als Stadtverordneter im Battenberger Parlament (1972 bis 1977), über dessen 25-jährige Tätigkeit im Spielmannszug bis hin zu den Mitgliedschaften in der Feuerwehr, im Männergesang- sowie Verkehrs- und Verschönerungsverein.

Besonders engagiert hatte sich der Jubilar in der Tischtennissparte des TSV Dodenau, für die er 63 Jahre aktiv gespielt hat – bis vor zwei Jahren. Von 1954 bis 1957 hatte Schmidt auch die Tischtennisabteilung geleitet. Und noch eine Gruppe ist sehr eng mit dem Namen Helmut Schmidt verbunden: die Dodenauer „Gartenzwerge“, die seit ihrer Gründung im Jahr 1955 jahrzehntelang Urlaubsgäste mit ihrer Musik erfreuten. „In lustiger Reimform haben Sie manchem die Leviten gelesen und alle Texte selbst geschrieben“, würdigte Horsel. Quasi „nebenbei“ habe Schmidt auch noch erfolgreich eine Gärtnerei geführt. Bis heute sei er mit der Auslieferung von Ware beschäftigt. „Schön, dass Sie heute Nachmittag Zeit haben“, unkte Horsel.

„Du warst für uns ein Aushängeschild“, sagte Ortsvorsteher Wolfgang Stein. Er erinnerte an Schmidts Einsatz für den Erhalt des Dodenauer Freibades sowie gemeinsame Trommler-Übungsstunden im Gewächshaus der Gärtnerei.

Gern erinnerte sich Helmut Schmidt an viele öffentliche Auftritte. „Aber seit meine Frau gestorben ist, wollte ich nicht mehr auf die Bühne“, sagte er. Seinen Humor hat der Jubilar dennoch nicht verloren. Bei seiner Auszeichnung erinnerte Schmidt daran, dass er beim Endausbau der Forststraße 63 000 Euro an Anliegerbeiträgen bezahlen musste. „Ich dachte, ich könnte dafür Maut erheben. Aber das hat mir der Bürgermeister verboten.“ (off)

Quelle: HNA

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