Gas- und Hybridautos sind Gefahr für Retter

Waldeck-Frankenberg. Autos mit alternativen Antrieben stellen bei Unfällen eine Gefahr für Rettungskräfte dar. Grund: Die Anordnung von Gastanks oder Leitungen ist oft unbekannt.

Laut Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick müssen Retter daher bei Unfällen, bei denen Fahrzeuge mit Gas- oder Hybridmotor beteiligt sind, besonders vorsichtig sein. Es sei wichtig, dass jeder Fahrzeughalter eine Rettungskarte im Auto griffbereit hält. Sie gibt an, wo die Leitungen getrennt werden dürfen.

Bei Gasantrieben bestehe Explosionsgefahr, wenn eine Leitung oder der Gastank beschädigt wird und Gas austritt, sagt Biederbick. Das Gas würde sich aber nach einem Unfall schnell in der Luft verteilen, sodass dann für die Retter keine Gefahr mehr drohe.

Beispiele für die Gefahr gibt es: So hatte es zwischen Röddenau und Haine einen Unfall mit einem Transporter mit Gasantrieb gegeben. Weil der Gastank hinter dem Fahrersitz im Weg war, hatte es lange gedauert, bis die Frankenberger Feuerwehr den eingeklemmten Fahrer retten konnte.

Elektroautos enthalten Stromleitungen mit bis zu 400 Volt. Damit Retter sofort Hilfe leisten können, müssen sie wissen, wo sich solche Leitungen befinden.

Quelle: HNA

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