Evangelischer Klinikverbund ist Träger

"Wirtschaftlicher Druck": Geburtsklinik in Wehrda schließt Ende des Jahres

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Das Diakonie-Krankenhaus in Marburg-Wehrda schließt ab dem 31. Dezember die Frauenklinik.

Die Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie am Diakonie-Krankenhaus im Marburger Stadtteil Wehrda schließt zum 31. Dezember 2019. Die Entscheidung teilte der Deutsche Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD) mit.

Laut Pressemitteilung gibt der evangelische Klinikverbund die Abteilung aus Kostengründen auf: Eine sinkende Geburtenrate – in Wehrda werden jährlich rund 650 Kinder geboren – und äußere Rahmenbedingungen sowie die finanzielle Belastung aus steigenden Haftpflichtversicherungsprämien seien nicht mehr zu stemmen. Der DGD spricht laut der Oberhessischen Presse von „wirtschaftlichem Druck“, der „nicht mehr zu kompensieren“ sei. DGD-Geschäftsführer Dr. Michael Gerhard bedauerte die Entscheidung als „besonders schweren Schritt“.

Die Versorgung der Schwangeren und Kinder übernimmt künftig das Uniklinikum in Marburg, das in Kooperation mit dem Wehrdaer Diakonie-Krankenhaus die Betreuung für die Patienten sicherstellen will.

Wie berichtet, wird Ende Juni auch die Geburtsstation im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Volkmarsen geschlossen. Auch dort wurden die finanziellen Rahmenbedingungen als Grund genannt – vor allem die Neugestaltung der Gebührenordnung für Hebammen.  (Oberhessische Presse)

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