Frankenberg

Gefährlichen Stichen zuvorkommen

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- Frankenberg-Schreufa (apa). Gemessen an ihrer geringen Größe können sie erheblichen Ärger machen: Mücken, die Krankheiten übertragen. Um herauszufinden, welche und wie viele dieser Insekten im Landkreis vorkommen, gibt es seit Dienstag eine spezielle Falle an der Unteren Butzmühle.

Wie eine weiße Papierlaterne hängt die Insektenfalle zwischen den Bäumen nahe dem alten Mühlgraben. Die UV-Lampe und weiße Gaze locken an warmen Sommerabenden Mücken an. Die Insekten fliegen heran und werden dann von dem Luftsog, den ein Rotor erzeugt, eingesogen. Sie landen in einem Becher mit 70-prozentigem Alkohol – und stechen ab diesem Zeitpunkt niemanden mehr. Die Mückenfalle ist aber nicht dafür gedacht, die Plagegeister davon abzuhalten, Mensch und Tier zu stechen, sondern um herauszufinden, welche Arten von Insekten in der hiesigen Region vorkommen und ob sie Krankheitserreger in sich tragen. Denn durch den Klimawandel fühlen sich einige Stechmückenarten, die Infektionskrankheiten wie Malaria oder Westnilfieber übertragen können, mittlerweile bereits in Südeuropa wohl – die letzte Klimabarriere sind die Alpen.

Die Hochschule Fulda und das Regionalmanagement Nordhessen haben gemeinsam ein Projekt gestartet, das die Folgen dieser Entwicklung untersucht und vor allem präventiv wirken soll: Falls die Zahl der Insekten mit Krankheitserregern ansteigen sollte, können die Gesundheitsämter darauf schnell reagieren und müssen nicht warten, bis sich eine Krankheit in der Region manifestiert hat. Besonderes Augenmerk wird bei der Untersuchung auf die Asiatische Tiger-Stechmücke­ gelegt.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 13. Juli

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