Umgehungsstraße der B 252: Verein zum Schutz und Erhalt des Lebensraumes Burgwald hielt Rückblick

Gegner hoffen auf neue Trassenvariante

Schutz des Lebensraumes Burgwald: Künftig vertreten im Vorstand (von links) Hans-Werner Fugmann, Wilfried Fackiner, Leo Walther, Hartmut Vogt, Reinhard Mayer, Torben Majewske, Colette Eckstein, Dorothea Mahn, Klaus Klimaschka, Jürgen Schmied und Günter Beck den Umweltverein. Es fehlt auf dem Bild Uwe Cronau. Foto: Völker

Wiesenfeld. Seine ablehnende Haltung zu der gegenwärtig in der Untersuchung befindlichen Trassenvariante „7 modifiziert“ einer Umgehungsstraße der B 252 im Bereich der Ortsteile Ernsthausen, Wiesenfeld und Burgwald hat der Verein zum Schutz und Erhalt des Lebensraumes Burgwald e. V. (VSELB) noch einmal deutlich formuliert.

Erfreut zeigten sich die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung aber über das öffentlich gemachte Angebot von Landrat Dr. Reinhard Kubat, die Naturschutzverbände in die Straßenplanung stärker einzubeziehen.

In einem Brief an den Landrat betonte der Verein die dringende Notwendigkeit einer Umgehung für Ernsthausen und Bottendorf. Die jetzige Trassenplanung, die gegen die Voten der Ortsbeiräte Burgwald, Ernsthausen und Wiesenfeld von einer knappen Mehrheit der Gemeindevertreter der nicht betroffenen Ortsteile Birkenbringhausen und Bottendorf gefasst worden sei, sei wegen ihres ortsnahen Verlaufs und ihres Steilanstiegs über den an dieser Stelle höchsten Punkt des Burgwaldes nicht vertretbar.

„Schafterbach erhalten“

Gemeinsam mit NABU und BUND fordere der Verein zum Schutz und Erhalt des Lebensraumes Burgwald ein weites Abrücken im Bereich Ernsthausen und danach die Rückführung auf die bereits vorhandene, gut ausgebaute B 252 im „Schafterbach“ mit Weiterführung vom Forsthaus Wolkersdorf in Richtung Burgwaldkaserne. Diese Variante war, wie berichtet, von Planern und Gutachtern nach umfassenden Untersuchungen abgelehnt worden.

Vorsitzender Reinhard Mayer berichtete von Gesprächen mit Bürgermeister Lothar Koch. Erst im kommenden Jahr, so sei aus dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Bad Arolsen zu hören gewesen, könne mit einer Vorlage für die derzeit beplante Trasse gerechnet werden. „2011 sind Kommunalwahlen und mit der Veränderung der Kräfteverhältnisse im Gemeindeparlament hoffen wir, dass über den Entwurf des ASV erneut entschieden werden muss und dann ein für alle Einwohner der Gemeinde akzeptabler Beschluss fällt“, erklärte Mayer. Sollte die jetzige Trassenplanung durchgesetzt werden, sei mit rechtlichen Schritten des Vereins zusammen mit den Naturschutzverbänden zu rechnen.

Ein Französischer Abend am Backhaus Wiesenfeld, Wanderungen im Bereich der geplanten Umgehungstrasse und eine Pflegemaßnahme im Biotop „Borewissen“, das durch Birken zu verwalden drohte, gehörten zu den weiteren Aktivitäten des VSELB.

Der Verein will sich am Samstag, 9. Oktober, ab 10 Uhr an den Pflegemaßnahmen von Feuchtwiesen der NABU-Umweltgruppe Burgwald beteiligen. (zve)

Quelle: HNA

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