Frankenberg

Es geht rund: Neuer Kreisel freigegeben

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- Frankenberg (jos). Mit einem symbolischen Scherenschnitt durch ein symbolisches Absperrband wurde am Freitag der neue Kreisel an der Kreuzung Jahnstraße/Röddenauer Straße für den Verkehr freigegeben.

Eigentlich war der Verkehr durch den neuen Kreisel längst am Rollen. Doch weil Bürgermeister Christian Engelhardt die Freigabe noch einmal als offiziellen Akt inszenieren wollte, sperrten Beamte von Polizei und Ordnungsamt die Kreuzung kurzerhand noch einmal ab – für drei Minuten. Bauamtsleiter Karsten Dittmar spannte ein Band quer über den Kreisel – und die Vertreter aus Stadtpolitik und Verwaltung sowie einige Anlieger und die Chefs der am Bau beteiligten Firmen griffen zur Schere, um das Band zu durchtrennen. Mit den letzten Markierungsarbeiten am Donnerstag waren die Bauarbeiten abgeschlossen worden. Seit April wurde an der Kreuzung gebaggert, asphaltiert und gepflastert. Und schon während der Bauarbeiten sei der Verkehr besser geflossen als zuvor, bemerkte Engelhardt am Freitag. Das zeige, dass der Kreisel trotz aller Kritiker die richtige Wahl für einen besseren Verkehrsfluss in Röddenauer Straße und Jahnstraße sei, betonte der Bürgermeister. Über Jahre hinweg sei der Kreisel in Frankenberg Thema gewesen, blickte Engelhardt zurück. Schon vor der Fertigstellung der Südumgehung war der Bau eines Kreisels an dem Frankenberger Nadelöhr diskutiert worden. „Doch wir wollten zunächst die Auswirkungen der Umgehungsstraße auf den innerstädtischen Verkehr abwarten und nicht Kosten erzeugen, ohne den Nutzen zu kennen.“ Nachdem ein Verkehrsgutachten der Stadt den Bau eines Kreisels empfohlen hatte, beantragte Engelhardt vor zwei Jahren Zuschüsse beim Land Hessen – mit Erfolg. 512 000 Euro hat der Bau gekostet, 384 000 Euro davon übernimmt das Land. Die Stadt zahlt den Restbetrag – 128 000 Euro. Parallel zum Straßenbau haben die Stadtwerke, das Abwasserwerk und die Energiegesellschaft Frankenberg (EGF) sozusagen die Gunst der Stunde genutzt und sämtliche Leitungen unter der Erde erneuern lassen. „Das war ohnehin nötig“, erklärte Engelhardt. Alle am Bau beteiligten Partner waren gestern voll des Lobes für die gute Zusammenarbeit. Als Anlieger bedankte sich Sieghardt Huthwelker bei der Baufirma Mütze. Deren Chef Ulrich Mütze wiederum bedankte sich bei der Stadt für den Auftrag nach gewonnener Ausschreibung – „wir hatten viereinhalb Monate Beschäftigung“, unterstrich der Unternehmer die Bedeutung öffentlicher Aufträge für das heimische Baugewerbe. Und auch Bürgermeister Engelhardt dankte – der Firma Mütze für die gute Arbeit, den Anliegern für ihr Verständnis und seinen Mitarbeitern für die gelungene Abwicklung. Am morgigen Sonntag wird der Kreisel dann noch einmal komplett gesperrt. Die Gewerbetreibenden im Umfeld der Kreuzung laden die Bevölkerung zu einem großen Fest ein. Die Geschäfte haben aus diesem Anlass geöffnet, außerdem gibt es ein buntes Unterhaltungsprogramm von Musik bis zu einem Kettenkarussell.

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