Nach Bromskirchen ist nun Somplar Förderschwerpunkt der Dorferneuerung

Auf geht’s zur Erneuerung

Auftakt zur Dorferneuerung Somplar: (von links) Bürgermeister Karl-Friedrich Frese, Heidrun Werner, Bernd Wecker und Marc Müllenhoff (alle Bioline), Somplars Ortsvorsteher Holger Christ. Foto: Dudek

Somplar. Im August wurde in der Kerngemeinde Bromskirchen der Abschlussbericht über den demographischen Wandel und die Verbesserung der dörflichen Situation in Bromskirchen unter dem Motto „lebendiges und lebenswertes Bromskirchen für alle“ übergeben (HNA berichtete). Jetzt nimmt sich die Gemeinde den Ortsteil Somplar vor: Der Ortsteil wurde 2008 in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen aufgenommen und gilt seit 2009 als Förderungs-Schwerpunkt.

Schon jetzt hat man in Somplar durch das Architektenbüro Scheller und Pauli eine Gebäude- und Strukturanalyse mit den wichtigsten Aussagen zur baulichen und wirtschaftlichen Situation Somplar erstellt sowie die Bevölkerungsentwicklung- und Zusammensetzung betrachtet. 9 500 Euro hat die Gemeinde dafür investiert, 4 800 Euro kamen als Zuschuss vom Land Hessen.

Zukunftsprojekt

Nun wurde das Planungsbüro Bioline aus Lichtenfels mit der Erstellung des Dorf-Entwicklungskonzeptes (DEK) beauftragt. Ortsvorsteher Holger Christ begrüßte zur Auftaktveranstaltung etwa 50 Bürger aus Somplar und Bürgermeister Karl-Friedrich Frese im Dorfgemeinschaftshaus. Das Ziel ist es, aus dem Dorfentwicklungskonzept das Zukunftsprojekt für Somplar zu machen, sagte Bernd Wecker von Bioline. Ein Problem des Wandels sei es, dass dieser langsam und schleichend vor sich gehe und deswegen für die Menschen oft schlecht zu fassen sei, erklärte Wecker.

Die Vielfalt der dörflichen Lebensform soll bewahrt und weiter entwickelt werden, Lebensqualität und Arbeitsplätze geschaffen werden. In der Auftaktveranstaltung stellte Bioline den geplanten Projektverlauf vor: Zurzeit wird eine Stärken-Schwächen-Chancen-Risiko Analyse (siehe Kasten) erstellt. Aufgrund dieser Analyse werden dann Handlungsfelder definiert, zu den Handlungsfeldern dann Arbeitsgruppen gebildet. Diese Arbeitsgruppen setzen sich aus engagierten Bürgern Somplars und aus dem Ortsbeirat zusammen. Aus den Arbeitsgruppen bildet sich dann der Arbeitskreis Dorferneuerung.

Das Planungsbüro Bioline gibt einen straffen Zeitplan vor: So wird bereits am 25. November um 19 Uhr die SWOT-Analyse in einem Workshop vorgestellt. Ende des Jahres oder in den ersten Januarwochen sollen dann die handlungsfeldbezogenen Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse präsentieren. Im Februar/März wird dann der Arbeitskreis Dorferneuerung tagen. In der zweiten Aprilhälfte wird der Entwurf des kompletten Dorferneuerungskonzepts vorliegen. Der letzte Schritt ist dann im Mai 2010 vorgesehen, da werden dann die Projekte mit der Wirtschafts- und Investitionsbank Hessen abgestimmt.

Bürgermeister Karl-Friedrich Frese rief die Einwohner Somplars dazu auf, sich in die Arbeitsgruppen mit ihrem Wissen und Zielen einzubringen. Auch das Planungsbüro Bioline hofft auf rege Mitarbeit der Einwohner.

Unter www.de-somplar.de hat das Planungsbüro Bioline eine Homepage eingerichtet.

Von Olaf Dudek

Quelle: HNA

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