Flurneuordnung bietet mehr als Grundstückstausch

Geld vom Land für Frankenau nutzen

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Frankenau - Der Stadt Frankenau stehen 840.000 Euro Fördermittel für die Flurneuordnung zur Verfügung. Der Großteil des Geldes ist derzeit für den Bau von Feldwegen verplant - das muss aber nicht so bleiben. Auch andere Projekte sind noch möglich.

Herbert Ruhwedel, einer von fünf Vorsitzenden des Ausschusses für die Umsetzung der Flurneuordnung, stellte das Verfahren am Mittwochabend den Ortsbeiratsmitgliedern vor und warb dafür, Ideen für Projekte zu sammeln, die möglicherweise gefördert werden könnten. Denn pro Hektar Kulisse stellt das Land Hessen 1200 Euro Fördergeld für die Umstrukturierung zur Verfügung – insgesamt 840.000 Euro.

Die Förderquote variiert: Private Projekte, die einer Einzelperson zugutekommen – etwa die Neugestaltung einer Hofeinfahrt – werden mit bis zu 25 Prozent unterstützt. Große Projekte, die der Allgemeinheit nutzen, können bis zu 75 Prozent vom Land getragen werden. Dazu gehören beispielsweise Gewässerprojekte, Wildschutzanlagen, Wegebau oder Landschaftsgestaltung.

Insgesamt 600.000 Euro müssen in den nächsten zwei Jahren verbaut werden. Derzeit ist das Geld für den Wegebau vorgesehen. Doch es kann auch anders eingesetzt werden, betonte Herbert Ruhwedel. Er nannte als Beispiele eine große Misteplatte, um einzelne Mistablagerungen im Fördergebiet zu verhindern, einen gemeinschaftlichen Holzlagerplatz, einen Maschinenschuppen für mehrere Landwirte oder Wohnmobilstellplätze. In den nächsten Monaten sollen weitere Ideen gesammelt werden, die über das Verfahren gefördert werden könnten.

Bis zum Herbst 2015 sollen alle Projektanträge vorliegen, damit diese in die Haushaltsberatungen für 2016 aufgenommen werden können.

(Von Andrea Pauly)

Informationen gibt es im Bauamt unter Tel. 06455/799-14.

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